Leiter des Kunstreferats des Bistums Würzburg

Kunstexperte Lenssen verteidigt Limburger Diözesanzentrum

Quelle
KathTube:  Führung durch das diözesane Zentrum St. Nikolaus in Limburg – Amateurvideo vom 5.9.2013 direkt vor Ort

Leiter des Kunstreferats des Bistums Würzburg: “Die 30 Millionen Euro für diesen Bau sind im Grunde nicht wirklich viel”.

Leipzig, kath.net/KNA, 4. März 2014 

Der katholische Kunstexperte Jürgen Lenssen hat das umstrittene Limburger Diözesanzentrum verteidigt.

“Die 30 Millionen Euro für diesen Bau sind im Grunde nicht wirklich viel”, sagte der Leiter des Kunstreferats des Bistums Würzburg am Dienstag in Leipzig in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). In der öffentlichen Debatte wird unter anderem die Bausumme scharf kritisiert.

Der Domkapitular bezeichnete das neue Zentrum als “künstlerisch-architektonisch gelungen”. Wenn Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst die Baufinanzierung anders kommuniziert hätte, hätte es keinen Eklat um das Zentrum gegeben. Unter anderem das Bauprojekt hat dazu geführt, dass sich Tebartz-van Elst nach einer Entscheidung von Papst Franziskus ausserhalb seines Bistums aufhält. Nach Fertigstellung eines Prüfberichts wird nun eine endgültige Entscheidung des Papstes zur seiner Zukunft erwartet.

Nach Einschätzung Lenssens ist der Skandal “kein Hemmnis” für andere kirchliche Projekte in Deutschland. “Es würde mit Sicherheit auch öffentlich positiv gesehen, wenn wir in Qualität und Kunst investieren”, betonte der frühere Präsident der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst. Die stehe auch nicht im Widerspruch zu der von Papst Franziskus geforderten kirchlichen Bescheidenheit.

Lenssen verwies zur Begründung auf Afrika oder Südamerika, wo die Gläubigen trotz Armut bei ihren Kirchen einen sehr hohen Wert auf die künstlerische Ausgestaltung legten. “Denn die Kunst steht im Dienst der Verkündigung”, betonte der Domkapitular. Auch in Gebieten mit christlicher Minderheit seien die Kirchengebäude oftmals sehr hochwertig ausgestattet.

Lenssen rief die Kirche zugleich auf, wieder stärker in den Dialog mit Künstlern zu treten, “ob sie kirchlich sozialisiert sind oder nicht”. Gerade Letztere brächten häufig eine grosse Offenheit gegenüber der Kirche mit. “Diese Chance sollten wir nutzen.”

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