Vom ‘Geist des Konzils’ bis zum ‘Geist von Papst Franziskus’

Die Medien beziehen sich offenbar auf einen imaginären “Geist von Papst Franziskus’

Mons. Robert Morlino, Madison….der mit dem wirklichen Papst wenig zu tun hat. Das sei die Ursache für viele Missverständnisse, sagt Bischof Morlino aus den USA.

Washington, kath.net/EWTN/jg, 8. August 2013

Robert Morlino, der Bischof von Madison im US-Bundesstaat Wisconsin hat die Missverständnisse um die Aussagen von Papst Franziskus bei dessen Pressekonferenz auf dem Rückflug vom Weltjugendtag kommentiert. In einem Interview mit EWTN erinnerte er an die Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die Massenmedien und “bestimmte Personen innerhalb und ausserhalb der Kirche” hätten ständig von einem “Geist des Konzils” gesprochen, der mit den tatsächlichen Ereignissen wenig zu tun habe. Heute würden sich die gleichen Gruppen offenbar auf einen “Geist von Papst Franziskus” beziehen, der mit dem echten Papst wenig zu tun hat. “Das liegt meiner Ansicht vielen Missverständnissen zugrunde”, sagte der Bischof.

P. Joseph Fessio SJ, der Herausgeber von Ignatius Press, sagte in der gleichen Sendung, der Papst habe gut daran getan, vor dem Weltjugendtag keine Pressekonferenz zu geben. Die Veranstaltung in Rio de Janeiro wäre sonst unweigerlich von ein oder zwei seiner Bemerkungen dominiert worden. Die Pressekonferenz auf dem Rückflug habe etwa zwei Stunden gedauert. Davon habe der Papst etwa 30 Sekunden über Homosexuelle gesprochen, aber genau darauf hätten sich die Medien gestürzt.

Der Papst habe die Fragen direkt beantwortet sei keiner ausgewichen, erinnerte Fessio. Er habe dabei keine Aufzeichnungen zu Hilfe genommen, weil er zu den Fragen unmittelbar Stellung nehmen wollte. Das sei grossartig, sagte er, doch man müsse sehen dass es sich dabei nicht um lehramtliche Äusserungen gehandelt habe, bei denen jedes Wort genau überlegt und abgewogen sei.

Zum Begriff “gay” sagte Fessio, dass der Papst die Nuancen der englischen Sprache vielleicht nicht gekannt habe, als er den Ausdruck verwendete. “Gay” beziehe sich auf Personen, die ihre Homosexualität offen leben würden. Wer homosexuelle Neigungen habe, aber ein keusches Leben mit allen Schwierigkeiten führe, würde sich nicht als “gay” bezeichnen, stellte Fessio fest.

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