“Gott ist auch in diesen stürmischen Zeiten anwesend”

Auch wenn das Schiff Petri, also die Kirche, derzeit in unruhigen Gewässern fährt

Rom, Radio Vatikan, 4. Juni 2012

Der Herr ist anwesend, er lebt, er hat die “Regierung der Welt in der Hand”.

Mit diesen Worten hat Papst Benedikt XVI. sich am Sonntag an Kardinäle, Bischöfe und einige Familien gewandt. Das Kirchenoberhaupt sprach frei eine kurze Tischrede beim Weltfamilientreffen in Mailand und streifte dabei in indirekter Weise offenbar die Vatileaks-Affäre, die am Wochenende in italienischen und internationalen Medien mit neuen Enthüllungen aufwartete. In Mailand ging es freilich um anderes, erinnerte der Papst; er bedankte sich für die in Mailand gemachte “Erfahrung der Lebendigkeit der Kirche”.

“Auch wenn man manchmal denkt, das Schiff Petri sei den feindseligen Winden ausgeliefert – und das ist wahr -, so stimmt es doch auch, dass wir sehen, wie präsent der Herr ist, er lebt, er ist wirklich auferstanden, er hat die Regierung der Welt in der Hand und die Herzen der Menschen. Diese Erfahrung der lebendigen Kirche, die aus der Liebe Gottes lebt, die für den Auferstandenen arbeitet, ist, würde ich sagen, das Geschenk dieser Tage.”

Vatikansprecher Pater Federico Lombardi bezeichnete die Papstiviste beim Weltfamilientreffen als “grossen Erfolg”.

“Ich glaube wirklich der Papst hat in einfacher Weise erklärt, wie ein christliches Leben in der Familie eine Quelle von Freude und Zukunft sein kann.”  Benedikt habe die Gelegenheit genutzt, den Menschen zu erklären, “wie wichtig die Familie ist für die Zukunft der Menschheit und der Gesellschaft ist – und dass die christliche, die katholische Sichtweise der Familie wirklich helfen kann, den Sinn dieser Realität zu finden und zu bilden.”
Es gehe da “um die grossen menschlichen und geistlichen Werte”, die die Familien im täglichen Leben mit der Erziehung der Kinder machen können. Das lege die Basis für gemeinsame gesellschaftliche Werte wie Solidarität, Dienst für die anderen, Selbsthingabe, “damit nicht nur in einem utilitaristischen Sinn das Leben gestaltet wird”, so Lombardi.
(rv 04.06.2012 gs)

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