Ukraine: Humanitäre Waffenruhe für Oleschky angekündigt


Russland und die Ukraine haben eine örtlich begrenzte Waffenruhe für die Stadt Oleschky in der Region Cherson vereinbart. Sie soll humanitäre Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten ermöglichen. An der Vermittlung war auch US-First-Lady Melania Trump beteiligt. Papst Leo XIV. hatte sich zuvor für eine Waffenruhe in der Stadt eingesetzt. Unterdessen kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj neue Friedensgespräche mit Russland und den USA an

Quelle
Oleschky – Wikipedia
Kein Essen, keine Fluchtmöglichkeit: Dramatische Lage in Oleschky – News – SRF

Stefano Leszczynski – Vatikanstadt

Eine Woche nach dem Appell von Papst Leo XIV. haben Russland und die Ukraine eine humanitäre Waffenruhe für die Stadt Oleschky angekündigt. Die Stadt in der südukrainischen Region Cherson ist von einer schweren Versorgungskrise betroffen. Die Vereinbarung soll die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung ermöglichen.

Papst Leo XIV. hatte die schwierige humanitäre Lage in Oleschky bereits bei einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angesprochen. Das Gespräch fand während seines Krankenhausaufenthalts in der römischen Gemelli-Klinik statt. Auch bei einem anschließenden Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj stand die Forderung nach einer humanitären Waffenruhe im Mittelpunkt.

USA vermitteln humanitäre Waffenruhe

Die Vereinbarung wurde zunächst vom Weißen Haus bekannt gegeben, das den 29. Oktober als Beginn der Waffenruhe nannte. Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez bestätigte die Einigung und dankte Melania Trump für ihre Rolle bei der Vermittlung. Die humanitäre Mission sei komplex und werde schrittweise durchgeführt, erklärte Lubinez. Die Ukraine unternehme weiterhin alles, um die Menschen in Oleschky zu retten.

Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte die Vereinbarung. Nach russischen Angaben sollen die Streitkräfte bereits am Dienstagmorgen (27. Oktober) eine Feuerpause einhalten, um die Hilfsmaßnahmen zu ermöglichen.

Neue Friedensgespräche in Abu Dhabi geplant

Unterdessen hat der ukrainische Präsident Selenskyj neue Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten angekündigt. Die Delegationen sollen in der ersten Novemberhälfte in Abu Dhabi zusammenkommen. Die Gespräche auf Ebene von Arbeitsgruppen sollen dazu beitragen, den direkten Dialog zwischen Moskau und Kiew wieder aufzunehmen.

Die Ankündigung erfolgte nach Gesprächen Selenskyjs mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, die zuvor den russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen hatten.

Selenskyj fordert Sicherheitsgarantien

Für ein mögliches Friedensabkommen fordert Selenskyj weiterhin verbindliche internationale Sicherheitsgarantien. Diese müssten die Ukraine vor erneuten russischen Angriffen schützen.

Zudem seien finanzielle Mittel notwendig, um die ukrainischen Streitkräfte für mindestens zehn Jahre aufrechterhalten zu können. Neben den Sicherheitsgarantien bleiben territoriale Fragen und die Umsetzung einer möglichen Waffenruhe zentrale Herausforderungen der Verhandlungen.

vatican news – vo, 24. Oktober 2026

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