Papst: Normaler Arbeitstag am Montag, Dienstag ins Krankenhaus

Leo XIV. erreichen weiter Genesungswünsche aus aller Welt. Der Papst nahm seine Audienzen an diesem Montag wahr, seine Lungen-OP steht in diesen Tagen an. Am Dienstagvormittag wird er sich in die römische Gemelli-Klinik begeben, alle seine Audienzen sind bis Dienstag, 20. Oktober, annulliert

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Papst Leo hatte am Sonntag selbst beim Angelus bekanntgegeben, dass er sich Anfang dieser Woche an der Lunge operieren lassen will. Ein genauer Termin dafür wurde von Vatikanseite bis diesen Montag aber nicht genannt. Man rechne nach der OP mit einem Krankenhausaufenthalt von etwa einer Woche, hieß es. Der Eingriff soll in der römischen Gemelli-Klinik vorgenommen werden. Vatikansprecher Matteo Bruni gab an, Leo werde dienstags am späten Vormittag zum Gemelli fahren.

Normaler Arbeitstag am Montag

Aus der Lunge des 71-Jährigen soll ein „begrenzter Knoten“ in einem „frühen Stadium“ entfernt werden, wie der Papst beim Mittagsgebet am Sonntag präzisierte. Bruni ergänzte dazu an diesem Montag, der Knoten in der Lunge des Papstes sei bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden.

An diesem Montag setze der Papst seine Tätigkeiten wie gewohnt fort, so Bruni am Montag weiter. In der Tat nahm der Papst am Montagmorgen während einer Audienz im Vatikan den römischen Peterspfennig vom „Circolo San Pietro“ in Empfang und lobte die Armenfürsorge der katholischen Vereinigung.

Viele Audienzen

Neben dieser Gruppenaudienz empfing der Papst laut Presseamt seinen Botschafter in der Schweiz, in Liechtenstein und in Monaco, den aus Deutschland stammenden Diplomaten Martin Krebs sowie den japanischen Kardinal Tarcisio Isao Kikuchi. Der Erzbischof von Tokio ist seit drei Jahren auch Präsident des Caritas-Weltdachverbands. Zum Papst kam Kikuchi gemeinsam mit ,Caritas internationalis‘-Generalsekretär Alistair Dutton. Auch der US-amerikanischen Militärbischof Timothy Broglio war an diesem Montagmorgen beim Papst, ebenso Bischof Carlos Herrera Gutiérrez, der Vorsitzender der Bischofskonferenz von Nicaragua ist. Sie steht seit Jahren unter erheblichem Druck des dortigen Links-Diktators Daniel Ortega.

Für den Nachmittag stand eine weitere Runde der Bischofsberatungen zum Thema Ehe und Familie auf dem Programm, allerdings steht eine Bestätigung über die Teilnahme von Leo XIV. an diesem Termin noch aus. Am Abend teilte der vatikanische Pressesaal mit, dass alle Audienzen des Papstes bis zum Dienstag, 20. Oktober, abgesagt würden.

Lateinamerika-Reise bislang nicht in Frage gestellt

Die Lateinamerikareise des Papstes im November wurde von Vatikanseite im Kontext der Nachricht über die bevorstehende Operation nicht thematisiert. Papst Leo dankte selbst am Sonntag noch für das Gebet für die Reise, die für den 6.-17. November geplant ist und den Papst nach Uruguay, Argentinien und Peru führen soll.

Derweil treffen weiter Genesungswünsche für den US-Amerikaner aus aller Welt ein, darunter von Seiten katholischer Bischöfe aus Schottland, den USA und Lateinamerika.

Der Vorsitz des Lateinamerikanischen und Karibischen Bischofsrats „CELAM“ kündigte einen besonderen Gebetstag für die Gesundheit des Papstes an und vertraute ihn der Muttergottes von Guadalupe an. Perus Kirche fügte in die Messe für die Nation an der Wallfahrtsstätte Las Nazarenas ein besonderes Gebetsanliegen für Papst Leo ein.

Der Vorsitzende der australischen Bischofskonferenz, Erzbischof Timothy Costelloe, merkte in einer Erklärung vom Montag an, die Ankündigung des Papstes vom Sonntag sei „Überraschung und zugleich Anlass zu tiefer Besorgnis“ gewesen – „nicht nur für Katholiken, sondern für alle, die in ihm eine starke Stimme für Frieden, Mitgefühl und Stabilität in einer zunehmend instabilen und zersplitterten Welt sehen“. Dass der Papst am Sonntag die Einschätzung der Ärzte wiedergab, der Knoten befinde sich in einem frühen Stadium und sei gut lokalisiert, gebe „Anlass zu Hoffnung“, so Costelloe.

Gute Wünsche aus Österreich…

Von Österreich aus rief Bischofskonferenz-Vorsitzender Franz Lackner zum Gebet für den Papst auf: „Die ganze Kirche Österreichs ist Ihnen nahe, Heiliger Vater! Oremus pro Pontefice!“ Man bete dafür, dass der Eingriff gut verlaufe und sich rasch Genesung einstellen werde, so der Erzbischof, der derzeit am großen internationalen Bischofstreffens zur Ehe- und Familienseelsorge im Vatikan teilnimmt.

Kardinal Stanislaw Dziwisz, emeritierter Erzbischof von Krakau und Sekretär des heiligen Johannes Paul II., bekundete aus Polen seine Nähe. „Die Nachrichten, die uns erreicht haben, haben uns tief bewegt. Ihre vorübergehende Schwäche hat Sie uns noch nähergebracht“, schrieb Dziwisz an den Papst und wünschte ihm baldige Genesung.  

…und von den Augustinern

Auch der Augustinerorden, dem Leo XIV. angehört, bat um Gebete für den Papst: „Als Augustiner beten wir gemeinsam für die Gesundheit von Papst Leo XIV.“, schrieb die Ordensgemeinschaft, der der Papst angehört, in den sozialen Medien. „Möge Gott den Heiligen Vater und seine Ärzte während der bevorstehenden Operation segnen.“

Der Großmeister des Souveränen Malteserordens, John T. Dunlap, hat dem Papst schriftliche Genesungswünsche übermittelt. Er bete um „eine schnelle und vollständige Heilung“. Die ganze Ordensfamilie sei dem Papst nahe und danke ihm für seinen Dienst an der Kirche.

Die katholischen Ortskirchen in den USA sowie in Uruguay, Argentinien und Peru hatten bereits am Sonntag zum Gebet für Papst Leo XIV. aufgerufen und ihre Hoffnung auf schnelle Genesung bekundet. Die Argentinische Bischofskonferenz versicherte dem Papst ihre „Zuneigung, Nähe und Gebete“. Die Gelassenheit und das Vertrauen, mit denen der Papst über den bevorstehenden Eingriff gesprochen habe, seien ermutigend, hieß es am Sonntag.

Politikvertreter äußern sich

Politiker aus mehreren Ländern, darunter Argentiniens Präsident Javier Milei und Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva, bekundeten ebenfalls ihre Verbundenheit und wünschten dem Pontifex eine baldige Genesung.

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und andere Spitzenpolitiker übermittelten noch im Verlauf des Sonntags Genesungswünsche. „Ich will dem Heiligen Vater meine persönliche Nähe und die der italienischen Regierung versichern angesichts der in den kommenden Tagen anstehenden Herausforderung“, erklärte Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni. „Die Gelassenheit und Ruhe, mit der er beim Angelus davon gesprochen hat, machen uns Mut. Ich bin sicher, dass auch das italienische Volk es nicht an Unterstützung und Zuneigung wird fehlen lassen.“ Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri schrieb, er sei mit großer Zuneigung dem Papst nahe und wünsche ihm, dass er diese Phase unbeschwert angehen und rasch wieder seine Amtsgeschäfte aufnehmen werde.

Gebet von anglikanischer Seite

In einem Beitrag auf der Seite des Heiligtums der Mutter vom Guten Rat im italienischen Genazzano, das Papst Leo XIV. nach seiner Wahl zweimal besuchte, wurde zur Teilnahme an einem gemeinsamen Gebet am Abend des 12. Oktober um 21 Uhr eingeladen. 

„Ich werde in den kommenden Tagen für Papst Leo XIV. beten und um Gottes Schutz, Nähe und Fürsorge bitten. Gemeinsam mit den Christen im ganzen Land und auf der ganzen Welt bete ich für eine schnelle Genesung des Papstes“, schrieb die anglikanische Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mulally.

vatican news – pr, 12. Oktober 2026

– Diese Meldung wurde um 19 Uhr aktualisiert – 

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