Papst wirbt für „Kultur des Friedens“
Papst Leo XIV. ruft dazu auf, „weltweit eine Kultur des Friedens, der Gerechtigkeit und der Versöhnung zu fördern, die im Evangelium verwurzelt ist und im Leben bezeugt wird“
Quelle
FSPA nimmt an der ersten Konferenz des Katholischen Instituts für Gewaltlosigkeit – Franziskanerinnen der ewigen Anbetung teil/Übersetzung
Das steht in einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Telegramm des Papstes an eine Konferenz über katholische Friedensethik in Rom. Leo ermuntert die Teilnehmenden, „zu Erbauern von ‚Häusern des Friedens‘ zu werden, in denen man lernt, Feindseligkeiten durch den Dialog zu entschärfen, und in denen Gerechtigkeit geübt und Vergebung bewahrt wird“.

Das neue Paradigma
Es handelt sich um die erste Konferenz, die ein neues „Katholisches Institut für Gewaltfreiheit“ organisiert hat; sie dauert noch bis zum Freitag. Gefördert wird sie von der katholischen Friedensbewegung „Pax Christi Italien“. Theologen, Seelsorger, Aktivisten, Pädagogen und Fachleute beraten über Gewaltlosigkeit auf der Grundlage des Evangeliums. Gastredner war am ersten Tag der Konferenz, dem Mittwoch, Kardinal Charles Maung Bo aus dem Bürgerkriegsland Myanmar.
Kardinal Bo sprach von der Notwendigkeit „eines neuen Paradigmas“, verstanden als grundlegendes Umdenken in der Art und Weise, wie die Kirche Frieden und legitime Verteidigung versteht. Für den burmesischen Kardinal sollte Gewaltfreiheit nicht als Passivität oder Rückzug aus der Verantwortung zum Schutz der Menschen verstanden werden, sondern als wirksame Antwort auf Gewalt in einer Welt, die zunehmend von bewaffneten Konflikten und neuen Militärtechnologien geprägt ist. „Gewaltfreie Strategien sind kein Verzicht auf Verteidigung; sie sind eine wirksamere Form der Verteidigung“, erklärte Bo. „Heute“, fügte der Erzbischof von Yangon hinzu, „setzen wir die Notwehr durch zivile Verteidigung, unbewaffneten Zivilschutz und aktiven gewaltfreien Widerstand in die Praxis um.“
vatican news – sk, 10. September 2026
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