D: „Bei Lebensschutz das Ganze im Blick behalten“
„Wer menschliches Leben schützen will, kann nicht gleichzeitig Menschen gegeneinander ausspielen, ausgrenzen oder ihre Würde relativieren.“ Das schreibt Bischof Heiner Wilmer in einem Grußwort zum „Marsch für das Leben“

Quelle
D: Gut 4.000 Menschen beim „Marsch fürs Leben“ in München – Vatican News
D: Großkundgebungen für Lebensschutz in Berlin und Köln
Papst Leo XIV. habe sehr deutlich festgestellt: „Jemand, der sagt: ‚Ich bin gegen Abtreibung, aber ich bin für die Todesstrafe‘, ist nicht wirklich für das Leben.“ Wer für das Leben eintrete, müsse deshalb das Ganze im Blick behalten, so der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz.
„Gerade dort, wo Leben verletzlich ist, wo Menschen keine Stimme haben oder ihr Existenzrecht infrage gestellt wird, zeigt sich, wie ernst wir es mit der Menschenwürde meinen.“ Dazu gehöre der Schutz ungeborener Kinder ebenso wie die Sorge um kranke und alte Menschen, die Begleitung Sterbender, die Ablehnung der Todesstrafe, die Unterstützung von Menschen in Not sowie das Eintreten für Frieden und Versöhnung.
Mehrere Bischöfe wollen mitlaufen
Christlicher Lebensschutz gelte jedem Menschen und kenne „weder eine Rangordnung menschlichen Lebens noch die Unterscheidung zwischen wertvollem und weniger wertvollem Leben“, so Wilmer. Das christliche Ja zum Leben sei daher immer auch ein Ja zu einer solidarischen Gesellschaft: „Eine Gesellschaft ist dann human, wenn sie dem ungeborenen Leben Raum gibt, Lasten gemeinsam trägt und niemanden allein lässt“.
Der „Marsch für das Leben“ findet am kommenden Samstag in Berlin und Köln statt. Veranstalter ist der „Bundesverband Lebensrecht“. Nach seinen Angaben wollen auch mehrere Bischöfe an einem der Märsche teilnehmen.
dbk / vn – sk, 14. September 2026
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