Papst Leo und norwegische Bischöfe trauern um König Harald V.
Papst Leo und norwegische Bischöfe trauern um mit 89 Jahren verstorbenen König Harald V.
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Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion

Redaktion – Montag, 31. August 2026
Papst Leo XIV. trauert, wie auch die norwegischen Bischöfe, um den mit 89 Jahren am Freitag verstorbenen König Harald V. Das Staatsoberhaupt war seit 1991 im Amt, also mehr als 35 Jahre lang. Der neue König von Norwegen ist sein Sohn, Haakon VIII.
In einem Telegramm an Haakon schrieb Leo: „Ich habe mit großer Betroffenheit vom Tod Ihres Vaters, König Harald V., erfahren und spreche Ihrer Majestät, den Mitgliedern der königlichen Familie und dem gesamten Volk mein tief empfundenes Beileid aus.“
„In Erinnerung an seinen langjährigen, hingebungsvollen Dienst für das Königreich, von dem ich hoffe, dass er weiterhin Früchte tragen wird, versichere ich Ihnen, dass ich für die ewige Ruhe des verstorbenen Königs beten werde“, fuhr der Papst fort. „Dem norwegischen Volk und allen, die um ihn trauern, erbitte ich von ganzem Herzen den Segen Gottes, der Trost und Frieden schenkt.“
Die königliche Familie ist Mitglied der „Norwegischen Kirche“, wobei es sich um eine evangelisch-lutherische Konfession handelt. Im Jahr 1537 hatte der damalige König von Norwegen, Christian III., seinem Volk den Protestantismus vorgeschrieben. Bis heute ist die Kirche in Norwegen daher nur eine kleine Diaspora, die in großem Ausmaß von Migranten getragen wird. Neben dem Bistum Oslo gibt es noch die Territorialprälaturen Tromsø und Trondheim.
Der Bischof von Oslo, Fredrik Hansen PSS, erklärte: „Wie alle Norweger habe ich diese Nachricht mit tiefer Trauer aufgenommen. Ich bete für seine Seele und rufe unser gesamtes Bistum dazu auf, es mir gleichzutun.“
„Es hat unsere Herzen als Katholiken berührt, als König Harald V. durch seine Beileidsbekundungen an unserer Trauer teilnahm, nachdem Papst Johannes Paul II., Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus verstorben waren“, erinnerte Hansen, der selbst in der „Norwegischen Kirche“ aufwuchs, aber mit 20 Jahren katholisch wurde. „Nach den Anschlägen in Sri Lanka am Ostersonntag 2019 nahm König Harald auch am Requiem teil, das in der St.-Johannes-Kirche für die Opfer gefeiert wurde. Er hat sich um uns gekümmert.“
Bischof Erik Varden OCSO, der für Trondheim zuständig ist und sich in der Zeit der Sedisvakanz auch um Tromsø kümmert, schrieb: „Wir alle müssen diesen Weg eines Tages gehen. Das ist die einzige Gewissheit in unserem Leben. Dennoch berührt uns der Tod eines Königs auf ganz besondere Weise. Plötzlich fühlen wir uns verwaist, umgeben von einer tief empfundenen Leere.“
„König Harald verkörperte auf vorbildliche Weise die Nation“, so Varden – auch er konvertierte als junger Erwachsener zum katholischen Glauben. „Wir waren uns bewusst, dass er uns sah, uns kannte und uns schätzte. Wir spürten seine Fürsorge und wurden von der Wärme umhüllt, die er ausstrahlte. Er gab uns ein großartiges Beispiel für Hingabe. Er war ganz und gar unser König, der sich seinem Volk verschrieben hatte. Kein Ego schien ihm im Weg zu stehen. Das brachte ihn uns auf eine ganz und gar wohltuende Weise nahe.“
„Wir, die Katholiken Norwegens, beten inbrünstig für ihn“, bekräftigte der Trappist und Bischof. „Wir beten für Ihre Majestät die Königin und für die königliche Familie. Nicht zuletzt beten wir für König Haakon VIII., dass Gott ihm Weisheit und besonderen Segen schenken möge.“
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