Stiftsbibliothek St. Gallen: Der schönste Innenraum der Welt
Die Schweiz beherbergt den schönsten Innenraum der Welt: Die Stiftsbibliothek St. Gallen belegt in einer internationalen Studie zu den eindrucksvollsten Innenräumen der Welt den ersten Platz
Quelle
Die atemberaubendsten Innenräume der Welt | AllClear Reiseversicherung/Übersetzung
Stiftsbibliothek St. Gallen – Wikipedia
Bibliothek unter schönsten Räumen der Welt – steiermark.ORF.at

Die vom britischen Reiseversicherer AllClear durchgeführte internationale Studie untersuchte die Wirkung bedeutender Innenräume auf Betrachterinnen und Betrachter und ermittelte daraus jene Orte, die besonders faszinieren und Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es handelt sich um eine sogenannte Eye-Tracking-Studie, bei der Bilder von 52 der schönsten Innenräume der Welt analysiert wurden. In einer solchen Studie werden die Blickbewegungen mithilfe spezieller Kameras aufgezeichnet und analysiert.
«Dabei untersuchten wir, welche Bilder die Aufmerksamkeit der Teilnehmer am schnellsten auf sich zogen, wie hoch der Prozentsatz der Teilnehmer war, die jedes Bild mindestens einmal wahrgenommen und fixiert hatten, sowie wie lange jedes Bild ihre Aufmerksamkeit auf sich zog, bevor wir diese drei Kennzahlen miteinander kombinierten», heisst es in der Studienbeschreibung.
Wahrer Augenschmaus
Die Stiftsbibliothek St. Gallen zog die Aufmerksamkeit der 150 Studienteilnehmer aus aller Welt innerhalb von 1,36 Sekunden auf sich und hielt sie durchschnittlich 2,41 Sekunden lang. Mit einer erreichten Aufmerksamkeit von 93 Prozent erhielt das UNESCO-Weltkulturerbe 97 von 100 Punkten.
Die Studie würdigt die Stiftsbibliothek St. Gallen mit ihren über 170 000 Handschriften, von denen einige mehr als 1000 Jahre alt sind, den kunstvoll verzierten Holzregalen und bemalten Decken als «wahren Augenschmaus».
Die Stiftsbibliothek St. Gallen ist eine der ältesten und bedeutendsten Bibliotheken der Welt. Ihre Sammlungen reichen praktisch ununterbrochen über 1300 Jahre zurück, in die Zeit der Gründung des Klosters durch Gallus und Otmar. Das Herzstück der Sammlung bilden frühmittelalterliche Handschriften aus dem 8. bis 11. Jahrhundert. Der Barocksaal der Bibliothek wurde 1767 fertiggestellt. 1983 hat die UNESCO die Stiftsbibliothek ins Verzeichnis des Weltkulturerbes aufgenommen.
Orte der Schönheit und der Kunst
Der Mysore-Palast (Indien) auf Platz 2 erhielt 86,1 Punkte und das Budapester Parlament auf Platz 3 85,7 Punkte. Deutschland belegt mit der Reichstagskuppel Platz 5. Der sechste Platz geht an die anglikanische St. Paul’s Cathedral in London. Mit dem «Clementinum» in Prag schaffte es ein weiteres europäisches Gebäude unter die Top 20 (Platz 11). Das Barockgebäude des ehemaligen Jesuitenkollegs beherbergt heute die Nationalbibliothek der Tschechischen Republik.
Die Bibliothek des Trinity College in Dublin, die grösste Bibliothek Irlands mit ihren 4,5 Millionen Bänden sowie ihrer grossen Sammlung historischer Handschriften, Manuskripte, Inkunabeln und früher Drucke der Bibel, belegt Platz 16.
Die Stiftsbibliothek Admont (Österreich) erreicht auf Platz 17 des Rankings noch 77,7 Punkte. Sie feiert 2026 ihr 250-jähriges Bestehen. Seit ihrer Vollendung im Jahr 1776 steht sie für Wissen, Kunst, Architektur und die Bewahrung eines einzigartigen kulturellen Erbes.
Für den Admonter Prior Maximilian Schiefermüller, Bibliothekar des Stiftes Admont, ist die internationale Anerkennung gerade im Jubiläumsjahr von besonderer Bedeutung: Es sei «wunderschön zu sehen, dass Kultur, Architektur und Literatur auch nach 250 Jahren Menschen auf der ganzen Welt berühren und begeistern», so Pater Schiefermüller. «Unsere Bibliothek ist ein Ort des Wissens und der Schönheit – und ein Ort, der Menschen mit unserer Geschichte verbindet.»
Unten den Top 20 befinden sich neun Gebäude in Europa, drei in Asien, drei in Brasilien (darunter die Kathedrale von Brasília), drei in den USA (darunter die St. Patrick’s Cathedral) sowie je ein Gebäude in Australien und auf dem afrikanischen Kontinent (Ägypten).
Liste der Top 20 der schönsten Innenräume der Welt
KNA/Redaktion


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