An die Carabinieri der Kompanie Rom–Sankt Peter
In einer Ansprache an Polizeikräfte der Stadt und der Provinz Rom hat Papst Leo an diesem Freitag auf das Heilige Jahr zurückgeblickt und über die christliche Botschaft meditiert
Quelle
An die Carabinieri der Kompanie Rom–Sankt Peter – Aktivitäten-Kalender | Vatican.va/Übersetzung
An die Carabinieri der Einheit Rom-St. Peter (29. Februar 2016)
Gendarmeriekorps der Vatikanstadt – Wikipedia
Leo XIV. empfing Carabinieri in Audienz, die im römischen Stadtgebiet und in der Provinz Rom Dienst tun. Unter den Polizeikräften des römischen Stadtgebietes sind auch solche Einheiten, die rund um den Vatikan und auf dem Petersplatz arbeiten und dort für Sicherheit und reibungslose Abläufe sorgen.
Bei der Audienz kam der Papst auf das vergangene Jubiläumsjahr der Hoffnung zu sprechen – dieses war auch für die italienische Polizei eine intensive Erfahrung.
Heiliges Jahr war erbauliche Erfahrung
Der Papst beschrieb diese Zeit für die Sicherheitskräfte als “besonders anspruchsvoll”, aber zugleich “auf menschlicher und beruflicher Ebene bereichernd”: 2Dafür danke ich dem Herrn. Tatsächlich war es für uns alle, die wir in Rom leben, so: Das Zeugnis so vieler Pilger hat uns erbaut.”
Leo XIV. blickte dann auf das frühe Christentum im antiken Rom zurück, als sich in verschiedenen Kreisen – „auch in der Armee“ – die Frohe Botschaft Jesu zu verbreiten begann – „eine neue Art zu leben und zu denken“, die von einem Gott der Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung sprach und einer Geschwisterlichkeit über alle sozialen und ethnischen Unterschiede hinweg.
Friedliche Umwandlung
In der Kirche seien Konzepte wie “Hierarchie, Befehl und Gehorsam”, welche im Polizeidienst eine Rolle spielten, von der christlichen Botschaft durchwirkt, merkte der Papst an. Das Evangelium habe im Laufe der Jahrhunderte “Strukturen, Kriterien, Handlungs- und Denkweisen der Zivilisationen durchdrungen, in die es eingedrungen ist”, gab er zu bedenken, und zwar “nicht durch eine gewaltsame Revolution, sondern durch eine friedliche Umwandlung von innen heraus, durch das Gewissen, durch die Bekehrung der Herzen”.
“So hat das Evangelium überall das Bewusstsein für Gott und den Menschen gebracht: die absolute Achtung vor dem Leben und der menschlichen Person, zusammen mit der Verehrung Gottes und nur Gottes.”
Dienst als Christen
Auch heute brauche es in der Welt und in Rom diese Botschaft, so Leo XIV., der dazu aufrief, das Wesentliche der christlichen Botschaft und den “Stil der entstehenden Kirche” wiederzuentdecken, “um sie in unserer so unterschiedlichen, viel komplexeren Welt zu verkörpern”.
Der Papst wünschte den Polizeikräften, dass sie ihren Dienst “stets mit gutem Gewissen ausüben”, entsprechend ihres Berufsethos’ und als Christen. Dass er etwas zu spät zur Audienz kam, versuchte der Papst mit einem kleinen Scherz zu lindern: “Ich hoffe, dass die Polizei generell pünktlicher ist als der Papst. Entschuldigen Sie die Verspätung.”
“Ich hoffe, dass die Polizei generell pünktlicher ist als der Papst…”
vatican news – pr, 13. Februar 2026
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