Argentinien: Katholische Uni gründet Papst-Franziskus-Institut
Die Katholische Universität Argentiniens (UCA) hat ein “Institut Papst Franziskus” gegründet, um sein Vermächtnis wissenschaftlich zu untersuchen und seine Impulse für Gesellschaft und Kirche langfristig zu sichern. Jorge Mario Bergoglio, so der bürgerliche Name des 2025 verstorbenen Papstes, war vor seiner Wahl an die Kirchenspitze Großkanzler der UCA
Pater Fabián Báez, Direktor des Instituts, erklärte auf der Facebook-Seite der Universität zur Gründung am 17. Dezember 2025 – dem Geburtstag Bergoglios – dass am Papst Franziskus-Institut Glaube und Wissen mit dem Leben in Dialog treten sollten und Hoffnung als “konkrete Lebensoption” vermittelt werden solle. Es gehe darum, Forschung zu konzentrieren und das Lehramt von Bergoglio zu studieren und vertiefen. Zudem wollten Schulungen, Begegnungen und verschiedene Aktivitäten sein Vermächtnis weitergeben. Auch Projekte mit sozialer Wirkung wolle das institut anstoßen, “weil wir wissen, dass Bildung nur dann wirklich Sinn macht, wenn sie das Leben der Menschen verändert.”
“Das ist die Inspiration des Denkens und Vermächtnisses von Papst Franziskus: die Menschheit mit Empathie, Mut und Kreativität zu betrachten”
Báez betonte, dass wir in einer Welt leben, die sich mit dem Wesentlichen verbinden müsse. “Das ist die Inspiration des Denkens und Vermächtnisses von Papst Franziskus: die Menschheit mit Empathie, Mut und Kreativität zu betrachten.”
Das Institut Papst Franziskus der UCA wolle “ein Leuchtturm für die argentinische Gesellschaft und eine Quelle der Reflexion und des Engagements sein, wo jeder Mensch entdecken kann, dass seine Talente einen Sinn haben, im Bewusstsein, dass, wie Papst Franziskus uns erinnert, niemand sich alleine retten kann.”
Instituts-Direktor kannte Franziskus gut
Báez ist ein langjähriger Weggefährte von Papst Franziskus. Er lernte Jorge Mario Bergoglio Ende der 1980er-Jahre in Buenos Aires kennen, zunächst als Jugendlicher im Beichtgespräch in der Kirche El Salvador. Bergoglio begleitete ihn später während seiner Zeit im Priesterseminar und ordinierte ihn schließlich zum Diakon und zum Priester. Einen Augenblick internationaler Aufmerksamkeit erlangte er 2014, als Papst Franziskus ihn während einer Fahrt über den Petersplatz spontan in das Papamobil einlud.
facebook uca/kap – sst, 21. Januar 2026
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