Belege für städtische Guerillakriege in Europa


Eine Welle von Gewalt und Verwüstung fegt in diesem Oktober durch Europa

Quelle/Übersetzung
Roberto de Mattei

von Roberto de Mattei

Eine Welle von Gewalt und Verwüstung fegt in diesem Oktober durch Europa.

In Frankreich waren Zehntausende von Menschen in Paris, Marseille, Lyon, Bordeaux und Limoges an den Mobilisierungen beteiligt. Hier riefen das Feuer des Rathauses und der Einsturz seines Turms Bilder des Turms der Notre-Dame hervor, der 2019 von Flammen verschlungen wurde. Diesmal jedoch wurde das Feuer von Gruppen maskierter Demonstranten gelegt: ein gezielter Angriff auf ein Gebäude, das zur Geschichte und Identität der Stadt gehört.

Der Bürgermeister von Limoges, Guillaum Guérin, sagte, der Staat habe seine Stadt verlassen, wie es in Paris geschah, wo Bürgermeister Emmanuel Grégoire sagte, große Teile der Hauptstadt seien frei verwüstet worden. Innenminister Laurent Nuñez reichte seinen Rücktritt ein, den Präsident Emmanuel Macron ablehnte, wobei er anerkannte, dass „wir in einigen Städten die Kontrolle verloren haben„. Es ist ein politisch gewichtiges Eingeständnis: Ein Staat, der es versäumt, seine institutionellen Sitze zu schützen, offenbart öffentlich seine Schwäche. Am 19. Oktober wurde dann in Paris und anderen französischen Städten eine Ausgangssperre verhängt. Bereits am 8. Oktober schrieb Jean-Luc Mélenchon, Anführer von La France insoumise, dass „die Bastille sich erholt hat„, und schrieb einer Studentendemonstration die symbolische Bedeutung einer revolutionären Eroberung zu. Der Protest ist nicht nur in Frankreich so geworden. Eine Gelegenheit, die politische Bühne im Hinblick auf die Wahlen 2027 zu besetzen. Sogar in Italien, in Mailand, Turin und Bologna sind die Straßen zum Schauplatz von Überfällen, Plünderungen und Auseinandersetzungen mit der Polizei geworden. Doch die Sektoren der Linken, die versuchen, dauerhafte Mobilisierung in ein Druckmittel auf Regierungen zu verwandeln, laufen Gefahr, von dem Quadrat, den sie zu vertreten, umgangen zu werden. Wenn Anarchismus, Antizionismus und islamistische Propaganda im Protest zusammenkommen, wird die politische Kontrolle der Bewegung zunehmend prekär. Wer daran denkt, Unordnung zu nutzen, um Macht zu erobern, kann feststellen, dass Unordnung eine eigene Dynamik hat, die den Berechnungen seiner eigenen Unterstützer entgeht.

Die Protagonisten der städtischen Gewalt in Europa sind heute hauptsächlich Minderjährige, die in Italien als „Maranza“ bezeichnet werden, ein Begriff, der oft allgemein verwendet wird, um Jugendumgebungen zu beschreiben, in denen Unterdrückungskult, Demonstration von Gewalt und Verachtung jeder Regel miteinander verflochten sind. Diese neue soziokulturelle Gruppe besteht größtenteils aus Kindern von Einwanderern der zweiten oder dritten Generation, die aus den Traditionen und der Kultur ihrer Väter gerissen sind, aber nicht in die Zivilisation integriert sind, in die sie gelandet sind und gegen die sie oft einen tiefen Hass hegen. Der Nihilismus, der diese Generation kennzeichnet, die seit der Grundschule rebellisch ist, äußerte sich in der Ablehnung aller Autorität: Familie, Schule, Religion, Zivilität. Schon vor dem zerbrochenen Fenster kommt die Überzeugung, dass nichts Respekt verdient; Vor dem Angriff auf den Polizisten gibt es die Vorstellung, dass jede Autorität ein Missbrauch ist. Jahrelang hat uns die linksgerichtete Intelligenzia, die in Europa dominiert, gelehrt, allen Zwängen und Abhängigkeiten zu misstrauen, und verwechselt Bildung mit Unterdrückung und Disziplin mit Autoritarismus. Heute ist es überraschend, dass manche junge Menschen Stärke als einzig wirksame Sprache betrachten.

Il bacino di raccolta delle proteste giovanili non è solo politico, ma esprime un più ampio disagio sociale e soprattutto un profondo vuoto di valori, che si esprime in una furia devastatrice. Tuttavia nessuno crede alla spontaneità della protesta. I manifestanti vengono convocati sui social con slogan che, in Spagna, in Francia, in Belgio, in Italia hanno le medesime motivazioni: carovita, affitti, rivendicazioni giovanili e antagonismo politico. Nel nostro paese, la strategiadi un neonato “Movimento 17 ottobre” prevede una mobilitazione permanente con appuntamenti fissi ogni sabato pomeriggio alle ore 15 in diverse città italiane.

 I giovani, per la gran parte a volto coperto, si posizionano in punti strategici, scegliendo obiettivi precisi contro cui scatenare la loro violenza. La protesta sociale fornisce il terreno; i gruppi militanti selezionano i bersagli; la comunicazione digitale moltiplica la mobilitazione e l’emulazione. 

Gli apparati di sicurezza francesi e occidentali segnalano che le proteste e i disordini vengono alimentati o accelerati da campagne di disinformazione e da influencer online finanziati o orientati direttamente dall’estero, nell’ambito della cosiddetta guerra ibrida per destabilizzare il tessuto sociale ed economico europeo. 

Andrea Morigi, in un servizio su “Libero” del 20 ottobre, documenta l’interesse di Mosca e Teheran a soffiare sul fuoco delle rivolte che incendiano l’Europa. L’ideologo russo Aleksander Dugin ha commentato sui social che «Più caos c’è, meglio è». «Questi europei – ha aggiunto – vogliono combattere contro la Russia: come pensano che ciò possa accadere quando non riescono a garantire nemmeno un minimo di ordine nelle loro stesse città?». Anche il primo ministro albanese Edi Rama avanza il sospetto di una regia internazionale dietro i focolai di guerriglia urbana che si sono accesi in Europa, Tirana compresa, nel giro di pochi giorni. Le migliaia di profili falsi e attacchi informatici, attribuiti all’Iran dall’intelligence albanese, ne costituisce una conferma.  attivati nel suo paese.   

Die Analystin Marta Ottaviani schrieb wiederum in „Quotidiano Nazionale“ vom 19. Oktober: „Die europäischen Proteste bieten Moskau die Gelegenheit, Chaos zu schüren, ohne es notwendigerweise zu provozieren. Russische Dienste können bestehende Spannungen durch Provokationen und Desinformationskampagnen ausnutzen und sowohl die Gewalt der Demonstranten als auch Polizeieingriffe verstärken. Ziel ist es, soziale Spaltungen zu verschärfen, Regierungen zu delegitimieren und das Vertrauen in demokratische Institutionen zu schwächen. Es ist eine Strategie, die bereits vom Kreml erprobt wurde: Sein hybrider Krieg hat als erstes Merkmal die Immateriellkeit, so sehr, dass viele Wissenschaftler ihn aus diesem Grund als ‚grauen Krieg‘ bezeichnen. Es ist kein Zufall, dass die gestrigen Proteste auch von Rybar verfolgt wurden, einem einflussreichen Telegram-Kanal, der von Mikhail Zvinchuk, einem ehemaligen Beamten des russischen Verteidigungsministeriums, gegründet wurde. Der Sender hat eine aktualisierte Karte der Proteste in Frankreich, Italien und anderen europäischen Ländern veröffentlicht, begleitet von einer Analyse, die eine Abfolge nationaler Krisen vorhersagt und nicht einen allgemeinen Aufstand. Auf der anderen Seite machte der belarussische Oppositionssender NEXTA auf die Unterstützung durch Moskau in der Vergangenheit für die französischen Gelbwesten aufmerksam und deutete auf das Risiko einer neuen Instrumentalisierung der Proteste durch den Kreml hin. Sicherlich ist das, was wir am vergangenen Wochenende gesehen haben, erst der Anfang, am Vorabend eines 2027 voller Wahlen in europäischen Ländern.“

Hybride Kriegsführung findet seinen günstigen Grund in zunehmend fragmentierten Gesellschaften und desorientierten und geteilten Institutionen. Was passiert, zeigt, wie schnell ein Protest in eine Autoritäts- und Ordnungskrise umschlagen kann. Das Gespenst der „städtischen Unregierbarkeit“ schwebt erneut über dem Kontinent, da Europa ernsthaften Bedrohungen an seinen Grenzen gegenübersteht. Diejenigen, die aufgeben, ihre Städte zu verwalten, übergeben sie am Ende denen, die wissen, wie man dort Angst organisiert.

Unterdessen fallen weiterhin Raketen und Bomben auf die Ukraine, die zu einem Außenposten dieses Europas geworden ist, das US-Präsident Donald Trump offenbar seinen Feinden übergeben will.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Vatikan.va

Archiv

Empfehlung