Orthodoxe: Über 1,1 Millionen besuchten Athos-Reliquie in Belgrad
Mehr als 1,1 Millionen Gläubige wollten bisher in Belgrad den “heiligen Gürtel der Jungfrau Maria” sehen, wie der Nachrichtendienst östliche Kirchen (NÖK) in seiner aktuellen Ausgabe berichtet

Quelle
Belgrad: Zehntausende Gläubige nehmen an Prozession mit dem Gürtel der Muttergottes teil – Nachrichten – Nachrichten über die Orthodoxie – Union Orthodoxer Journalisten
Spenden für Kosovo: Kirche verstärkt Unterstützung für serbische Familien – Nachrichten – Nachrichten über die Orthodoxie – Union Orthodoxer Journalisten
Gürtel der Jungfrau Maria in Belgrad: Eine historische Rückkehr nach 650 Jahren/Übersetzung
Dom des Heiligen Sava – Wikipedia
Belgrad: Historische Ausstellung über Hl. Sava eröffnet | PRO ORIENTE
Die Reliquie, die eigentlich im Kloster Vatopedi auf dem griechischen Berg Athos aufbewahrt wird, war von 20. Mai bis 5. Juni in der Kathedrale des Heiligen Sava ausgestellt worden. Ursprünglich hätte die Reliquie am 29. Mai zurückgebracht werden sollen, die Frist wurde jedoch wegen des großen Interesses zweimal verlängert.
Am 20. Mai empfingen der serbische Patriarch Porfirije in Begleitung mehrerer Bischöfe der serbischen orthodoxen Kirche (SOK) und der serbische Präsident Aleksandar Vucic auf dem Flughafen in Belgrad die Reliquie, die vom Abt des Klosters Vatopedi, Ephraim (Koutsou), überbracht wurde. Porfirije verwies darauf, dass der heilige Gürtel eine gewisse Zeit in Belgrad aufbewahrt, dann aber von Fürst Lazar dem Kloster Vatopedi übergeben worden sei.
Enge Verbindung zu Kloster
Vatopedi sei eng mit dem serbischen Volk verbunden, da dort der heilige Sava als Mönch gelebt habe, ebenso sein Vater, der heilige Simeon. Nach sechs Jahrhunderten erinnere nun die Reliquie an die “Liebe des heiligen Fürsten Lazar gegenüber seiner Heimat und seinem Volk, aber auch an das Bewusstsein, dass alles Gute, jede Schönheit, Fülle, Wahrheit und Gerechtigkeit auf dem unverrückbaren Grundstein gründen, der Jesus Christus heißt.”
“Wundertätige” Reliquie
Abt Ephraim antwortete auf Porfirijes Dankesworte, er folge mit “großem Eifer” der Einladung des Patriarchen nach Belgrad, damit der heilige Gürtel nach vielen Jahrhunderten Belgrad besuche. Dies sei eine “Pflicht und Bedürfnis”, auf diese Weise werde Fürst Lazar, der als Großmärtyrer heiliggesprochen wurde, geehrt. Dem serbischen Volk versprach er “großen Trost” und beteuerte die Wundertätigkeit der Reliquie.
Präsident Vucic bezeichnete die Ankunft des heiligen Gürtels als “große Ehre und Hoffnung für das serbische Volk”. Er glaube, dass der heilige Gürtel Wunder bringen werde, “auf die wir hoffen, um das serbische Schiff in einen ruhigen Hafen führen zu können”. Er verwies darauf, dass die Reliquie bisher selten den Athos verlassen habe, was die Bedeutung des Ereignisses verdeutliche.
Großes Medienecho
Zu Christi Himmelfahrt, das in Serbien entsprechend dem Julianischen Kalender dieses Jahr am 21. Mai gefeiert wurde, wurde die Reliquie in Belgrad an der Spitze der üblichen Prozession getragen. An der Prozession nahmen neben zahlreichen Gläubigen und Geistlichen auch mehrere serbische Minister sowie Vertreter der Polizei und der Armee teil.
Die Ausstellung der Reliquie löste laut NÖK ein beträchtliches Medienecho aus, verschiedene Geistliche sprachen in den Medien über die Bedeutung des heiligen Gürtels, über den Glauben und die Kirche sowie über die enge Bindung zum Kloster Vatopedi. Ende Mai erklärte Abt Ephraim, dass das Kloster Vatopedi alle Spenden der Gläubigen, die während der Ausstellung der Reliquien getätigt wurden, der SOK überlasse. Patriarch Porfirije dankte den Mönchen von Vatopedi und informierte die Gläubigen, dass die Spenden zur Unterstützung serbischer Familien in Kosovo und für andere humanitäre Zwecke eingesetzt würden.
red, religion.ORF.at/KAP
Links:
Nachrichtendienst östliche Kirchen
Wikipedia-Eintrag Heiliger Gürtel
Serbische orthodoxe Kirche


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