Sudans Regierungschef spricht im Vatikan über Krise in seinem Land

Der sudanesische Premierminister Kamil Al-Tayeb Idris war an diesem Montagmorgen in Audienz bei Papst Leo XIV. Bei den anschließenden Gesprächen im Staatssekretariat stand die schwere Krise im Fokus, die den kriegsgebeutelten Sudan seit mehr als drei Jahren im Griff hat. Neben der dringenden Notwendigkeit eines Waffenstillstands sowie eines aufrichtigen Dialogs zwischen den Konfliktparteien ging es um humanitäre Hilfe für die Bevölkerung

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Den Premierminister des Sudan, Kamil El-Tayeb Idris Abdelhafiz, hat Papst Leo XIV. an diesem Montagmorgen im Vatikan empfangen. Bei den anschließenden Gesprächen im Staatssekretariat stand die schwere Krise im Fokus, die den kriegsgebeutelten Sudan seit mehr als drei Jahren im Griff hat. Neben der dringenden Notwendigkeit eines Waffenstillstands sowie eines aufrichtigen Dialogs zwischen den Konfliktparteien ging es um humanitäre Hilfe für die Bevölkerung.

Das teilte der vatikanische Pressesaal im Anschluss an die Begegnungen mit. Dabei sei auch der bedeutende Beitrag der Ortskirche zum Wohl des Landes hervorgehoben worden.

“Zudem wurde die schwere Krise thematisiert, die den vom Krieg zerrissenen Sudan seit mehr als drei Jahren belastet”, so das Statement weiter. Seit Beginn der Kämpfe zwischen der RSF-Miliz und der Armee vor drei Jahren sind im Sudan und den angrenzenden Staaten Millionen von Menschen auf der Flucht – Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge sind zwischen elf und 15 Millionen Menschen betroffen. Nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF leiden 21 Millionen der insgesamt rund 52 Millionen Sudanesen unter akutem Hunger.

“In diesem Zusammenhang”, heißt es weiter in der Erklärung, “wurde die dringende Notwendigkeit bekräftigt, zu einem Waffenstillstand zu gelangen, der Bevölkerung Hilfe zu leisten und einen aufrichtigen Dialog zwischen allen Teilen der sudanesischen Nation einzuleiten, um den Konflikt zu beenden und gemeinsam Frieden aufzubauen.”

Erst am Sonntag hatte Papst Leo XIV. beim österlichen Mittagsgebet seine Sorge über die Situation in der Sahelzone, zu der der Sudan gehört, ausgedrückt. Am Tag zuvor hatte Papst Leo Mitglieder des Verwaltungsrats der Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone in Audienz empfangen. Dabei kamen die komplexen Probleme des Sahel zur Sprache, wie Terrorismus, politische Instabilität, geopolitische Spannungen und die Auswirkungen des Klimawandels, die zu mehr Migration führen. Die Kernländer des Sahel sind Senegal, Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger, Tschad und Sudan.

vatican news – cs/gs, 11. Mai 2026

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