Lateinisches Patriarchat von Jerusalem sagt Palmprozession und Chrisammesse ab

Kardinal Pierbattista Pizzaballa OFM, der Lateinische Patriarch von Jerusalem, hat angesichts des Krieges in der Region die Palmprozession am nächsten Sonntag abgesagt und die Chrisammesse auf unbestimmte Zeit verschoben

Quelle
Jerusalem: Franziskaner dementieren Gerüchte über Schließung – Vatican News
Ravasi mahnt zum Dialog angesichts der Krise im Heiligen Land – Vatican News
Iran-Krieg: Exportrückgänge und Versorgungsengpässe in Afrika – Vatican News
Libanon: Eine christliche Familie harrt aus
Libanon: Helfer fordern Schutz für Kinder – Vatican News

Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion

Redaktion – Dienstag, 24. März 2026

Kardinal Pierbattista Pizzaballa OFM, der Lateinische Patriarch von Jerusalem, hat angesichts des Krieges in der Region die Palmprozession am nächsten Sonntag abgesagt und die Chrisammesse auf unbestimmte Zeit verschoben. Normalerweise findet diese Messe, in der die drei heiligen Öle geweiht werden, welche die Kirche für verschiedene Sakramente und Zeremonien benutzt, am Gründonnerstag oder wenigstens in der Karwoche statt.

Pizzaballa schrieb am Montag an die Gläubigen des Lateinischen Patriarchats: “Die durch den Konflikt und die Ereignisse der letzten Tage bedingten Einschränkungen lassen keine baldige Besserung erwarten.” Konkret nahm er damit Bezug auf den Iran-Krieg und dessen Auswirkungen.

Ende Februar hatten der Staat Israel und die USA den Iran angegriffen, der seither mit Gegenschlägen auf israelische Ziele sowie auf Ziele mit amerikanischen Verbindungen in der Golfregion antwortet. Die im Libanon ansässige pro-iranische Terrororganisation Hisbollah unterstützt die Schläge gegen Israel, sodass es seit Kriegsbeginn mehrfach täglich zu Alarmsituationen im Staat Israel kommt, welche die Bevölkerung zwingen, in Luftschutzbunkern Zuflucht zu suchen. Eigentlich sollte der Angriff auf den Iran den Staat Israel vor solchen Bedrohungen schützen.

Pizzaballa erklärte: “Im ständigen Dialog mit den zuständigen Behörden prüfen wir gemeinsam mit den anderen christlichen Kirchen, wie wir das zentrale Geheimnis unserer Erlösung im Herzen unserer Kirchen auf noch zu vereinbarende Weise feiern können. Die Lage entwickelt sich ständig weiter, und es ist nicht möglich, endgültige Vorgaben für die kommenden Tage zu machen. Wir werden daher gezwungen sein, uns von Tag zu Tag abzustimmen.”

Die Kirchen blieben unterdessen geöffnet, betonte der Kardinal und forderte: “Die Pfarrer und Priester sollen in der ihnen möglichen Weise alles tun, um das Gebet und die Teilnahme der Gläubigen an den Feiern des Ostergeheimnisses zu fördern.”

“Die Härte dieser Kriegszeit, die uns alle betrifft, wird heute durch die zusätzliche Last erschwert, dass wir Ostern nicht gemeinsam und in Würde feiern können”, räumte er ein. “Dies ist eine Wunde, die zu den vielen anderen hinzukommt, die der Konflikt verursacht hat. Aber wir dürfen uns nicht entmutigen lassen. Auch wenn wir uns nicht so versammeln können, wie wir es gerne würden, wollen wir das Gebet nicht aufgeben.”

Man wolle “durch gemeinsame Gebetsmomente in unseren Familien und in unseren Ordensgemeinschaften” für eine Art Ausgleich sorgen, weil die feierlichen Zeremonien der Karwoche und von Ostern nur eingeschränkt möglich sind. Für den nächsten Samstag lud Pizzaballa die Gläubigen ein, den Rosenkranz “um das Geschenk des Friedens und der Gelassenheit” zu beten.

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