USA: Erzbischof von New York sieht Mission im Fokus
Mit einem Aufruf zu einer offenen, missionarischen Kirche hat Ronald A. Hicks sein Amt als neuer Erzbischof von New York angetreten
Bei seiner feierlichen Amtseinführung in der St.-Patrick’s-Cathedral erklärte er, die Kirche müsse mutig “hinausgehen an die Ränder der Gesellschaft” und dürfe kein in sich geschlossener Klub sein. “Die Mission liegt vor uns”, sagte Hicks. Die Kirche existiere, um “allen Menschen zu dienen, brennend vor Glauben, Hoffnung und Liebe im Namen Jesu Christi”.
Hinausgehen an die Ränder der Gesellschaft
Papst Leo XIV. hatte Hicks Mitte Dezember zum elften katholischen Erzbischof von New York ernannt. Der 58-Jährige folgt auf Kardinal Timothy M. Dolan, der nach einer 17-jährigen Amtszeit aus Altersgründen emeritierte. Dolan, der als prägende Stimme des US-Katholizismus gilt, wurde während der Messe am vergangenen Freitag (Ortszeit) mit langem Applaus der Gläubigen verabschiedet. Der Kardinal feierte am selben Tag auch seinen 76. Geburtstag.
Die Erzdiözese von New York umfasst drei New Yorker Stadtbezirke und sieben umliegende Counties. Mit 2,8 Millionen Katholiken zählt sie zu den bedeutendsten der Weltkirche. Zumeist werden New Yorker Erzbischöfe auch zu Kardinälen ernannt.
Internationale Erfahrung
Der neue Erzbischof, der zuvor Diözesanbischof von Joliet im US-Bundesstaat Illinois war, bringt internationale Erfahrung mit. Mit Papst Leo verbindet Hicks nicht nur Chicago als Geburtsort, sondern auch eine längere Tätigkeit in Lateinamerika, leitete er doch mehrere Jahre ein kirchliches Hilfswerk für Waisenkinder in El Salvador. Seine Prägung dadurch wie auch die kulturelle Vielfalt der Erzdiözese spiegelte sich auch in der auf Englisch und Spanisch gehaltenen Amtseinführungsfeier.
Inhaltlich kündigte Hicks an, er wolle besondere Schwerpunkte auf soziale Gerechtigkeit, den Schutz von Kindern, die Unterstützung von Missbrauchsbetroffenen, den Einsatz für Arme und Migranten sowie den interreligiösen Dialog legen. Die Kirche müsse Brücken bauen, zuhören und Einheit fördern und “eine Kirche sein, die den Hungernden Nahrung gibt, Wunden heilt und die Würde jedes Menschen achtet”.
Für Überraschung sorgte Erzbischof Hicks bei seinem Amtsantritt mit kulturellen Akzenten. So griff er in seiner Predigt wiederholt auf Musik als verbindendes Element zurück und zitierte Songzeilen von Billy Joel, Alicia Keys und Frank Sinatra ebenso wie spanischsprachige Klassiker. Besonderes Aufsehen erregte der Verweis auf “Un verano en Nueva York” des puerto-ricanischen Salsa-Ensembles El Gran Combo – Zeilen, die jüngst auch Popstar Bad Bunny aufgegriffen hatte.
kap – pr, 9. Februar 2026
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