Journalismus zwischen Künstlicher Intelligenz und christlicher Nächstenliebe

Papst-Botschaft: Journalismus zwischen Künstlicher Intelligenz und christlicher Nächstenliebe – Papst an Medienvertreter: In Zeiten der KI auf die “Stimme des Herzens” hören

Quelle
Botschaft des Heiligen Vaters vom Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin an die Föderation der katholischen Medien anlässlich der 29. Tage des heiligen Franz von Sales [Lourdes, 21.–23. Januar 2026] (21. Januar 2026)
Hl. Franz von Sales

Anlässlich der 29. Internationalen Tage des Heiligen Franz von Sales in Lourdes hat Papst Leo XIV. an diesem Mittwoch die katholischen Medienschaffenden zu einem verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien aufgerufen. In einer Botschaft, die von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnet wurde, mahnt das Kirchenoberhaupt, inmitten der “Welle der Künstlichen Intelligenz” die Menschlichkeit und die Nähe zum Nächsten nicht zu verlieren.

Mario Galgano – Vatikanstadt

An der Konferenz, die vom 21. bis 23. Januar 2026 in der französischen Wallfahrtsstätte stattfindet, nehmen Journalisten und Kommunikationsexperten aus ganz Europa teil. Bei den Debatten soll über die Zukunft des Journalismus gesprochen werden.

Die Zentralität guter Beziehungen

Um dieser Epoche zu begegnen, die – auch im Bereich der Kommunikation – durch den Einbruch der Künstlichen Intelligenz (KI) geprägt ist, sei es laut Papst Leo XIV. “dringend notwendig, zu den Gründen des Herzens zurückzukehren”. Er betont die Zentralität guter Beziehungen und die Fähigkeit, sich anderen anzunähern, ohne jemanden auszuschließen.

“Als Fachleute der sozialen Kommunikation katholischer Inspiration ermutige ich Sie, Sämänner guter Worte zu sein”, heißt es in dem Schreiben. Journalisten sollten als “Verstärker jener Stimmen” fungieren, die mutig nach Versöhnung suchen und die Herzen von Hass und Fanatismus entwaffnen.

“Seid Sämänner guter Worte!”

Antennen für die Marginalisierten

In einer fragmentierten und polarisierten Welt müssten christliche Medienvertreter wie „Antennen“ wirken. Es gelte, das aufzufangen und weiterzugeben, was „schwache, ausgegrenzte und einsame Menschen“ erleben, damit diese die Freude erfahren, sich geliebt zu fühlen. Dieser Dienst an der Wahrheit richte sich an alle Menschen, ausdrücklich auch an jene, die nicht glauben.

Jacques Hamel als Vorbild für den Dialog

Besondere Erwähnung fand in der Botschaft der 2016 ermordete Priester Jacques Hamel. Ihm ist ein Preis gewidmet, der im Rahmen der Tagung an Journalisten verliehen wird, die sich für Frieden und interreligiösen Dialog einsetzen.

Pater Hamel sei ein Zeuge des Glaubens bis zur Hingabe des eigenen Lebens gewesen. Er habe stets an den Wert des Dialogs und des geduldigen gegenseitigen Zuhörens geglaubt. “Sein Beispiel möge Sie ermutigen, Sucher der Wahrheit in jener Liebe zu sein, die alles erklärt”, so die Botschaft. Ziel müsse eine Kommunikation sein, die fähig ist, “das Zerbrochene wieder zusammenzufügen und Balsam auf die Wunden der Menschheit zu legen”.

Zum Abschluss der Botschaft rief der Papst den Schutz des heiligen Franz von Sales, des Patrons der Journalisten, an und erteilte den Teilnehmern der Tagung den Apostolischen Segen.

vatican news, 21. Januar 2026

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