‘Gemeinsame Unterbringung vertriebener Christen’

Für die gemeinsame Unterbringung vertriebener Christen in Stuttgart-Neugereut

Quelle
‘Das ist übelwollende Tyrannei’

13.781 Personen haben bereits unterzeichnet. Helfen Sie bitte mit, 20.000 Unterschriften zu erreichen.

Von Eduard Pröls, 26.01.2016

Aus dem Irak und Syrien geflohene assyrische, aramäische und chaldäische Christen, die nach Deutschland gelangen und bei uns Schutz suchen, haben meist einen langen Leidensweg hinter sich. Benachteiligungen und Bedrängnis gehören in diesen Ländern seit Generationen zu ihrem Alltag. Mit dem Auftreten des IS und anderer radikalislamischer Organisationen begann für sie eine lebensbedrohliche Verfolgung: Hunderttausende Christen und andere Minderheiten wurden in den vergangenen zwei Jahren aus ihrer Heimat vertrieben und zur Flucht gezwungen.

Nur ein kleiner Teil der vertriebenen Christen kommt nach Deutschland. Doch für jene, die kommen, setzt sich die Bedrängnis in vielen Fällen in den Erstaufnahmeeinrichtungen fort. Auch in Stuttgart berichten Christen davon, dass ihnen von muslimischen Mitbewohnern z.B. verboten wird, Schweinefleisch zu essen und im Kühlschrank zu lagern. Oft wird ihnen auch verboten, mit Muslimen am selben Tisch zu sitzen, es kommt zu verbalen Angriffen und körperlichen Übergriffen.

Ein betroffener verfolgter Christ sagte dem Reporter der Stuttgarter Nachrichten knapp und bündig: “Als Christ wird man Opfer von Unterdrückung. So war es in der Heimat – und so ist es leider auch hier”. Ein Sprecher der Assyrischen Gemeinde in Stuttgart ergänzt:

“Unsere Leute haben Angst vor der grossen Masse der muslimischen Asylsuchenden”.
“Die meisten haben Angst und haben das Vertrauen in die Behörden und Sozialarbeiter verloren”.
“Weder die Bundesregierung, noch die örtlichen Ansprechpartner wollten etwas von dem Problem hören. Inzwischen habe sich überall herumgesprochen, ‘dass das christliche Deutschland hauptsächlich islamfreundlich gesinnt ist und dass deshalb Christen gemobbt werden dürfen, ohne dass die Täter bestraft werden'”.

Die Stadt Stuttgart errichtet derzeit im Stadtteil Neugereut zwei Systembauten für die Flüchtlingsunterbringung. Im benachbarten Stadtteil Steinhaldenfeld nutzt die Assyrische Gemeinde eine Kirche und den Gemeindesaal für Gottesdienste und Treffen. Dazu gibt es einen engagierten Helferkreis, der sich um die aus Syrien und dem Irak vertriebenen Christen kümmern könnte.

Sowohl der Helferkreis, als auch die Assyrische Gemeinde haben die Stadt Stuttgart gebeten, die in der Stadt befindlichen vertriebenen Christen vorrangig in Neugereut unterzubringen, wo sie vor weiterer Unterdrückung eher geschützt wären und intensiv betreut werden könnten. Eine raschere Integration könnte dadurch sichergestellt werden.

Bei der Stadtverwaltung stösst diese Forderung bisher auf wenig Gegenliebe. “Es gibt zwar in manchen Unterkünften immer mal wieder Stress zwischen Christen und Muslimen, dem muss man aber jeweils im Einzelfall nachgehen“, sagt Stefan Spatz. Der Leiter des Sozialamts hält nichts von getrennter Unterbringung: “Das ist grundsätzlich der falsche Weg. Unsere Unterkünfte sind so etwas wie die Vereinten Nationen in klein. Die Leute müssen spätestens hier lernen, miteinander klarzukommen”. Dabei übersieht der Amtsleiter, dass den Christen ihr guter Wille wenig hilft, wenn die anderen Bewohner gar nicht gewillt sind, zu lernen und sich zu bemühen mit den Christen friedlich auszukommen.

Mit dieser Petition wenden wir uns an die für das Sozialamt zuständige Bürgermeisterin Isabel Fezer und bitten diese:

Bitte ermöglichen Sie die gemeinsame Unterbringung vertriebener Christen in Stuttgart-Neugereut und bewahren sie diese dadurch vor weiterer Bedrängnis und Verfolgung, der sie bei dezentraler Unterbringung immer wieder ausgesetzt sind. Diese Christen sind in ihrer Heimat Opfer massiver Verfolgung und Unterdrückung geworden. Jetzt brauchen sie ein Umfeld, das ihnen Sicherheit bietet und ihnen hilft die Angst und die erlittenen Traumata zu überwinden.

Bitte, setzen Sie sich für diese Lösung, die bei ausreichend gutem Willen leicht umsetzbar ist, ein. Die verfolgten und vertriebenen Christen (und nicht nur diese) werden es Ihnen mit Sicherheit danken!

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