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Kardinal Parolin: Die Kirche braucht ständige Reformen

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Die Kirche benötigt immer Reformen, um sich selbst treu zu sein. Das sagt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Interview mit der flämischen Wochenzeitung Tertio. Die Kirche brauche einen “ständigen Prozess der Anpassung”, weil sich die Umstände änderten. Das bedeute nicht, dass sich die Substanz des Glaubens ändere. Für die Sprache und die Strukturen gelte diese Anpassung aber sehr wohl. Gleichzeitig müsse man sehr genau unterscheiden, was mit dem Evangelium vereinbar sei und was nicht.

Zu den innerkirchlichen Auseinandersetzungen vor der kommenden Versammlung der Bischofssynode sagte der Kardinal, dass unterschiedliche Meinungen zunächst einmal ein Zeichen von Lebendigkeit seien. Papst Franziskus wolle ja offenes Sprechen, was er zu Beginn der vergangenen Versammlung der Synode auch klar gefordert habe.

Einig sei man sich auf jeden Fall darin, dass es darum gehe, die auf Jesu Worten fussende Lehre von der Ehe froh und mutig zu verkündigen.

Tertio führte das Interview anlässlich des Amtsantritts Parolins vor genau zwei Jahren.

pm 09.09.2015 ord

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