Bischof Küng: ‘Keine Anpassung an das Heidentum’

Nicht “Anpassung einer in das Heidentum zurückfallenden Gesellschaft”

Die Erneuerung des christlichen Glaubens könne nicht durch “Anpassung einer in das Heidentum zurückfallenden Gesellschaft” geschehen, sondern nur durch Menschen, die den gekreuzigten Jesus Christus verkünden und ihm nachfolgen.

Maria Taferl, kath.net/dsp, 25. November 2013

Die Erneuerung des christlichen Glaubens könne nicht durch “Anpassung einer in das Heidentum zurückfallenden Gesellschaft” geschehen, sondern nur durch Menschen, die den gekreuzigten Jesus Christus verkünden und ihm nachfolgen. Das betonte Bischof Klaus Küng bei einem Wallfahrtsgottesdienst in der Basilika Maria Taferl zum festlichen Abschluss des “Jahres des Glaubens” in der Diözese St. Pölten.

Bischof Küng feierte gemeinsam mit Weihbischof Anton Leichtfried, Generalvikar Eduard Gruber, Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, Abt Petrus Pilsinger vom Stift Seitenstetten und rund 600 Gläubigen das Pontifikalamt zum Christkönigssonntag im “Herzen der Diözese”.

Das “Jahr des Glaubens” habe die Funktion einer “Sensibilisierung” gehabt, sagte Bischof Küng in seiner Predigt, damit das Samenkorn des Glaubens aufgehen, wachsen und weitergegeben werden könne. Papst Benedikt XVI. habe mit der Ausrufung des “Jahres des Glaubens” den “Finger auf eine Wunde unserer Zeit gelegt”. In vielen Ländern seien die Menschen zwar getauft, hätten jedoch nie das Evangelium empfangen, so Küng. Jesus Christus, “der König, der die Dornenkrone trägt”, ziehe jedoch alle Menschen an sich. Von ihm erhielten alle Gläubigen den Auftrag, “Zeugen für die Gnade und Liebe Gottes zu sein, die er schenkt”.

Es gelte, über die Erneuerung des Glaubens in unserem Land nachzudenken, so Küng. Dabei könne man in vielen Fragen unterschiedlicher Meinung sein. “Kein Zweifel” bestehe jedoch daran, “dass Christus der Herr ist, das Haupt des Leibes, der Kirche”. Wie Papst Franziskus bereits in einer seiner ersten Predigten betont habe, dürfe sich die Kirche nicht so sehr mit sich selbst beschäftigen, sondern müsse “an die Ränder gehen”, zu den Menschen in Not. Küng: “Heute herrscht in unserem Land auch grosse geistliche Not.”

Bischof Küng forderte alle Gläubigen auf, mutig ihren Auftrag wahrzunehmen, “aus dem Schneckenhaus heraus” zu treten und ihren Glauben gegenüber anderen zu bekennen. Dies sei “nicht nur Aufgabe von Bischof und Priestern, sondern von allen”. “Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir Salz der Erde und Licht der Welt sein können.” Niemand dürfe für sich behalten, was ihn mit Freude und Hoffnung erfüllt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Archiv

[Not a valid template]

Empfehlung

Ausgewählte Artikel

  • Südafrika

    Aids-Hilfe steht vor Finanzierungslücke Hilfsorganisation des Malteserordens in Südafrika Die Aids-Hilfe der Malteser in Südafrika […]

  • Unheiliges Land

    Seit über 100 Jahren ist Palästina ein Herd beständiger Konflikte. Auch nach dem Ende des […]

  • 23. Juni 2021 09.15 Uhr Generalaudienz

    Generalaudienz – Aus dem Damasushof des Apostolischen Palastes, die Generalaudienz Vatikan: Generalaudienz Damasushof

  • Gott ja, Kirche nein

    Antworten auf 66 x Kritik Kurzbeschreibung  Griffige Argumente für Kirche und Glauben. Die Kirche (Kirchliche […]

  • Gebet für die verfolgten Christen

    ‘Beten wir ganz besonders für die vielen bedrängten und verfolgten treuen Priester’ Herr, viele Christinnen […]