Die ersten 7 (!) Tweets von @pontifex

Das Wirken Gottes in der Geschichte

Benedikt XVI.: Die Liturgie bewahrt vor der Gedächtnislosigkeit, vor dem Vergessen dessen, was Gott in der Geschichte getan hat.

Die ersten 7 (!) Tweets von @pontifex. Von Armin Schwibach
KathTube: Video

Rom, kath.net/as, 12. Dezember 2012

In der heutigen Katechese zur 42. Generalaudienz des Jahres 2012 (der neunten im Jahr des Glaubens) widmete sich Papst Benedikt XVI. vor rund 7.000 Pilgern und Besuchern dem Wirken Gottes in der Geschichte.
Die Geschichte ist der Ort, in dem Gottes Handeln für die Menschheit erkannt werden könne, “wo sich der grosse Plan der Liebe Gottes Schritt um Schritt vor unseren Augen erfüllt“. Die Gegenwart Gottes gebe der Geschichte Sinn und Fülle.

In der Heiligen Schrift seien die Etappen dieses Weges Gottes mit den Menschen zu finden, “die Stufen der Offenbarung Gottes. Sie zeigt, dass Gott von Anfang an sich erkennen lässt, den Menschen seine Gemeinschaft anbietet und ihn auch im Sündenfall nicht verlässt“. Gott schliesse einen Bund mit Noe, er wähle Abraham und forme sich sein Volk durch die Befreiung aus Ägypten, den Bundesschluss am Sinai und die Gabe des Gesetzes. Durch die Propheten “leitet er sein Volk durch die Geschichte und weitet den Horizont aus immer mehr zur Erwartung eines neuen und ewigen Bundes für alle Menschen”.

Das Eingreifen Gottes in die Geschichte seines Volkes “wird zu einem Gedächtnis und bildet zusammen die Gesamtgeschichte des Heils“. Der Glaube werde genährt von der Entdeckung und vom Gedächtnis, “dass Gott treu ist, die Geschichte lenkt und einen festen Grund bildet, auf dem wir unser Leben bauen können“.

Das feiernde Gedenken der Ereignisse “macht sie gegenwärtig, denn Gottes mächtiges Wirken geht weiter”. In der Liturgie geht es für Benedikt XVI. darum, “uns vor der Gedächtnislosigkeit zu bewahren, vor dem Vergessen dessen, was Gott in der Geschichte getan hat, es ins Gedächtnis und zur neuen Gegenwart zu erheben und so zur Begegnung mit ihm zu führen”.

Die Selbstoffenbarung Gottes gipfle dann in Christus: “Das schöpferische Wort, das die Welt geschaffen hat, hat in Jesus Christus das Menschsein angenommen und uns Gottes Gesicht gezeigt. Jesus Christus ist der Höhepunkt der Geschichte Gottes mit den Menschen, die Erfüllung seines ewigen Heilsplanes”.

Der Katechismus der katholischen Kirche, so der Papst abschliessend, “fasst die Etappen der Offenbarung Gottes zusammen und zeigt deren Entfaltung: Gott hat den Menschen von Anbeginn zu einer innigen Gemeinschaft mit sich eingeladen, und auch dann, als der Mensch durch seinen Ungehorsam seine Freundschaft mit Gott verloren hat, hat Gott ihn nicht der Macht des Todes überlassen, sondern vielmals den Menschen seinen Bund angeboten2.

Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüsste der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Gerne heisse ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Die Zeit des Advents lädt uns neu ein, Gottes Handeln in der Geschichte zu betrachten, der Gedächtnislosigkeit entgegenzuwirken, wachsam zu werden für die Zeichen der Gegenwart Gottes, für sein Mitsein mit uns. Gott ist nicht weggegangen von der Geschichte, er ist da. Wir müssen nur aufmerksam sein und ihm unsererseits entgegengehen. Wir wollen seine Gegenwart von Tag zu Tag bezeugen und das Licht der Menschwerdung Gottes durch unser eigenes Leben hindurchscheinen lassen. Der Herr schenke euch allen einen gesegneten Advent.

Am Schluss der Audienz sandte Papst Benedikt XVI. von seinem iPad aus den ersten “Tweet” des Twitterkontos “@pontifex”:

“Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch”.

Kurz nach 12.00 Uhr wurden dann weitere Tweets veröffentlicht: “Wie können wir das Jahr des Glaubens in unserem Alltag besser leben? Sprich mit Jesus im Gebet. Hör Jesus zu, der im Evangelium zu dir spricht. Finde Jesus in den Notleidenden.”

Tweet Nr. 4 und 5. von Papst Benedikt XVI. folgten dann gegen 15.00 Uhr: “Wie können wir den Glauben an Christus in einer Welt ohne Hoffnung leben? Wer glaubt, ist bestimmt nicht allein. Gott ist der sichere Fels. Auf ihm können wir das Leben aufbauen. Seine Liebe bleibt immer treu.

Am Abend um ca. 18.00 Uhr wurden die Tweets 6 und 7 veröffentlicht:
“Habt ihr eine Idee, wie wir trotz allem Trubel in Arbeit, Familie und Welt treuer im Gebet sein können? Mach alles, was du tust, für den Herrn. Bitte ihn, dass er dir hilft in jeder Lebenslage. Denk daran, er ist immer bei dir.”

Papst Benedikt XVI. hat übrigens am Vormittag mit dem ersten Tweet die Millionengrenze der “Follower” gesprengt.

PapstBenedikt: Tweet Nr. 1: KathTube

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