Monsignore Gianfranco Ravasi

 Neuer Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur

Rom, zenit.org, 3. September 2007

Heute wurde bekannt gegeben, dass Papst Benedikt XVI. den Mailänder Priester und bisherigen Präfekten der Bibliotheca Ambrosiana, Msgr. Gianfranco Ravasi, zum neuen Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Kultur ernannt hat. P. Ravasi tritt die Nachfolge von Kardinal Paul Poupard an, der dem Papst sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung gestellt hatte.

Gianfranco Ravasi wurde im Jahr 1942 in Merate (Lombardei) geboren und 1966 zum Priester geweiht. Er ist Bibelwissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher. Über Jahre hinweg war er im italienischen Fernsehen als Kommentator der Lesungen zum Sonntag zu sehen.

Mit dem Amt des Präsidenten des Rates für die Kultur übernimmt der Priester auch den Vorsitz der Kommission für die Kulturgüter der Kirche sowie der Kommission für die sakrale Archäologie. Die Zusammenlegung der Dikasterien wurde von Papst Benedikt XVI. verfügt. Benedikt XVI. wird Msgr. Ravasi am 29. September zum Bischof weihen.

Gianfranco Ravasi gilt als grosser Kenner und Liebhaber der alten Sprachen. Mit 11 Jahren begann er, auf eigene Faust Griechisch zu lernen, da er sich nach eigener Aussage “von den 63.327 Wörtern, aus denen die vier Evangelien bestehen”, angezogen fühlte. Neben dem Hebräischen ist Ravasi in einem weiteren Dutzend an antiken und modernen Sprachen kundig.

Als Bibelgelehrter achtete der Priester immer darauf, seine Wissenschaft in Tiefe zu verbreiten und von allen verstanden zu werden. Seinen Büchern war stets grosser Erfolg beschert.

Ravasi ist Mitarbeiter der Zeitung “Avvenire” der italienischen Bischofskonferenz. Seit 1989 steht er der Bibliotheca Ambrosiana in Mailand als Präfekt vor. Er verhalf der Arbeit und Gegenwart der Bibliothek durch kulturelle Initiativen von hohem intellektuellen Niveau zu grosser Sichtbarkeit.

Papst Benedikt XVI. hatte Msgr. Gianfranco Ravasi die Kreuzweg-Meditationen des Karfreitags 2007 am Kolosseum anvertraut

Vatikan: Kreuzwegandacht 2007

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