Gebetswache für das ungeborene Leben

Diözesen wollen Veranstaltung etablieren

Rom, 26. November 2010 ZENIT.org
Zu einer Gebetswache für das ungeborene Leben rufen die Bischöfe am Vorabend des 1. Advent weltweit auf. Damit greifen sie eine Anregung von Papst Benedikt XVI. auf, der am Vorabend des ersten Adventssonntages im Petersdom in Rom erstmals eine solche Gebetswache abhalten wird. Die Pfarreien, Verbände, religiösen Gemeinschaften, Vereinigungen und Bewegungen sind eingeladen, sich mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen. Auch in den kommenden Jahren soll die Gebetswache im Blick auf das Fest von Christi Geburt am Vorabend des ersten Adventssonntages begangen werden.

Mit der Gebetswache zum Beginn des neuen Kirchenjahres am ersten Adventssonntag will der Papst “um den Schutz Gottes für jedes menschliche Wesen, das ins Dasein gerufen wurde”, bitten. Die Materialien, die den Pfarreien und Gemeinschaften im Erzbistum München und Freising zur Verfügung gestellt werden, enthalten auch den freudenreichen Rosenkranz, der die Empfängnis und Geburt Jesu in den Mittelpunkt stellt. Der Schutz des ungeborenen Lebens stellt für die katholische Kirche ein wichtiges Anliegen in Politik und Gebet dar. So bezieht sie in der aktuellen Diskussion klar Stellung gegen die Präimplantationsdiagnostik. “Wo es um die Würde des Menschen geht, kann und darf es keine Abwägung von lebenswertem und lebensunwertem Leben geben”, erklärte die Freisinger Bischofskonferenz in einer Stellungnahme nach ihrer Herbstvollversammlung Mitte November.

Im deutschen Bistum mit der stärksten Zahl von Katholiken, der Diözese Münster, regte Bischof Felix Genn die Gemeinden an, das Anliegen des Lebensschutzes etwa im Rahmen der ersten Vesper vom Ersten Advent oder in der entsprechenden Vorabendmesse aufzugreifen; dies könne aber auch in einer eigens in dieser Intention angesetzten Zeit der Eucharistischen Anbetung geschehen. Darüber hinaus bittet Genn darum, auch in den Fürbitten aller Messfeiern am ersten Adventssonntag für den Schutz des ungeborenen Lebens zu beten.

Das deutsche Erzbistum München und Freising hat dieses Anliegen gemeinsam mit der “Aktion für das Leben” vorbereitet. Als gemeinnütziger Verein setzt sich die “Aktion für das Leben” für junge Mütter und Familien in Not ein. Er finanziert Anschaffungen für Kleinkinder sowie dringenden Einrichtungsbedarf für junge Mütter und Paare. Daneben übernimmt der Verein Pflegekosten für Babys berufstätiger Mütter, Kosten für den Aufenthalt in Mutter-Kind-Heimen, Hilfen zum Lebensunterhalt für mittellose, in Berufsausbildung stehende Mütter oder Sozialhilfeempfängerinnen, Taschengeld für schwangere Schülerinnen und vieles mehr.

Im Wiener Stephansdom wird Bischof Scharl eine Pontifikalvesper anlässlich der “Gebetswache für das ungeborene Leben” beten.

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