Kardinal Zuppi besucht ukrainische Kriegsgefangene


Kardinal Matteo Zuppi hat bei seiner dritten Mission in Moskau ukrainische Kriegsgefangene besucht und ihnen die Nähe von Papst Leo XIV. zugesichert. Bei Gesprächen mit russischen Vertretern ging es um vermisste Personen, Familienzusammenführungen und die Rückkehr ukrainischer Kinder

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Kardinal Matteo Zuppi ist von seiner dritten humanitären Mission nach Moskau zurückgekehrt. Zum Abschluss seines dreitägigen Aufenthalts besuchte der Sondergesandte des Papstes ein Lager mit ukrainischen Kriegsgefangenen. Zuppi sprach mit den Gefangenen, überbrachte ihnen eine Botschaft der Nähe von Papst Leo XIV. und äußerte die Hoffnung, dass sie bald nach Hause zurückkehren können. Begleitet wurde der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz während seines Aufenthalts vom Apostolischen Nuntius in Moskau, Erzbischof Giovanni d’Aniello.

Gefangene, Vermisste und getrennte Familien

Neben dem Besuch der Gefangenen standen mehrere Gespräche mit russischen Vertretern auf dem Programm. Zuppi traf unter anderem Juri Uschakow, den außenpolitischen Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Im Mittelpunkt standen humanitäre Folgen des Krieges: die Situation militärischer und ziviler Gefangener, die Suche nach vermissten Menschen, die Zusammenführung getrennter Familien und die Rückkehr von Kindern. Auch mit der russischen Menschenrechtsbeauftragen sowie der Beauftragten für Kinderechte, Maria Lwowa-Belowa, führte Zuppi Gespräche. Dabei drängte der Kardinal insbesondere auf Fortschritte bei Familienzusammenführungen. Es sei notwendig, die dafür erforderlichen Überprüfungen „zu verstärken und zu beschleunigen“, erklärte Zuppi.

Dritte Mission nach Moskau

Die Reise vom 28. bis 30. September war bereits Zuppis dritte Mission in die russische Hauptstadt. Zuvor hatte er Moskau im Juni 2023 und im Oktober 2024 besucht. Erst im vergangenen Juli war der Kardinal zudem in der Ukraine. Dort besuchte er in der Region Lwiw auch Lager, in denen russische Kriegsgefangene festgehalten werden. Die aktuelle Reise ist Teil der humanitären Mission, die Zuppi zunächst von Papst Franziskus übertragen und später von Papst Leo XIV. bestätigt wurde. Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin die Unterstützung konkreter humanitärer Lösungen für Menschen, die unmittelbar von den Folgen des Krieges betroffen sind.

vatican news – vo, 1. Oktober 2026

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