Fastenexerzitien im Vatikan: “Verborgene Glorie”

Wir sollten lernen, das “enorme Potential” besser zu würdigen, das Gott “in uns angelegt hat”

Quelle
Fastenexerzitien: Wahrheit und Versuchung – Vatican News
Abschluss der Fastenexerzitien für die Römische Kurie – Aktivitäten-Kalender | Vatican.va

Das riet der norwegische Trappistenmönch und Bischof Erik Varden dem Papst und den Spitzenvertretern der römischen Kurie bei den vatikanischen Fastenexerzitien. Sie finden seit Sonntagabend – und noch bis Freitagfrüh – in der Paulinischen Kapelle des Apostolischen Palastes statt. Papst Leo XIV. nimmt in diesem Zeitraum keine anderen Termine wahr.

Wie Gott werden

Varden sprach in seiner Betrachtung vom Mittwochabend von einer “verborgenen Glorie”, die jeder Mensch dem Plan Gottes entsprechend habe. Darum seien “die Mittelmäßigkeit und Verzweiflung der Gegenwart” nicht das letzte Wort. In Christus sei der Mensch nämlich “aufgerufen, wie Gott zu werden, den Ruhm Gottes nicht nur als eine äußere, übernatürliche Realität kennenzulernen, sondern als etwas, wozu er für sich selbst durch Gnade befähigt ist”.

Varden ist der erste Norweger und der erste vom evangelischen zum katholischen Christentum übergetretene Fastenprediger im Vatikan. Er hielt am Mittwochabend fest, dass die Kirche die “verborgene Glorie” durch ihre Sakramente den Menschen mitteile. “Jeder Priester, jeder Katholik kennt das Licht, dass auf einmal im Beichtstuhl aufleuchten kann, bei einer Salbung, einer Weihe oder einer Eheschließung. Die herrlichste und zugleich verhüllteste Glorie ist die der heiligen Eucharistie.”

Mein Lehrer, der Engel

Am Donnerstagvormittag wählte sich Bischof Varden das Thema Engel zum Gegenstand seiner Betrachtungen. Dabei urteilte er, gestützt auf den hl. Kirchenlehrer John Henry Newman, dass sowohl Priestern als auch Lehrern in ihrem Dienst etwas Engelhaftes zukomme. Beide dürften keine Angst haben, wie die Gottes-Botschafter “ins Dunkle zu gehen, um die Verlorenen zu suchen”.

Erziehung dürfe nicht an digitale oder KI-Stellen “ausgelagert” werden, weil junge Leute auch heute vertrauenswürdige Lehrer brauchten, die nicht nur Fertigkeiten weitergäben, sondern Weisheit.

“Eine Begegnung mit einem Engel ist immer etwas Persönliches”, so Bischof Varden. “Sie kann nicht durch einen Download oder einen Chatbot ersetzt werden.”

vatican news – sk, 26. Februar 2026

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