Wadephul: Heiligem Stuhl dankbar für Einsatz für Menschlichkeit und Frieden


Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat an diesem Freitag Gespräche im Vatikan geführt. Im vatikanischen Staatssekretariat traf er mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem Außenbeauftragten, Erzbischof Paul Richard Gallagher, zusammen

Quelle

„Ich bin dem Heiligen Stuhl, meinem Kollegen Gallagher, Kardinalstaatssekretär Parolin und natürlich dem Papst sehr dankbar für den unermüdlichen Einsatz für Menschlichkeit und Frieden.“ Das sagte der Minister nach dem Termin im Vatikan bei einem Statement vor Pressevertretern in Rom.

„Insbesondere auch für die jüngste Enzyklika, die sich ja mit Künstlicher Intelligenz befasst: Das war auch das Kernthema meiner Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen, weil in der Tat diese neue Technologie große Chancen beinhaltet, aber auch riesige Gefahren – und das nur in den Händen einiger weniger privater Unternehmen in im Wesentlichen zwei Ländern dieser Welt. Dass hierfür gemeinsame Normen gesetzt werden müssen und dass am Ende Menschen entscheiden müssen über den Einsatz, das hat der Papst hier sehr klar formuliert, und das ist auch exakt meine Position.“

Die Enzyklika Magnifica humanitas sei „ein weiteres Beispiel“ für die „geistliche und die geistige und die moralische Führung des Heiligen Stuhls in dieser Welt“, so der CDU-Politiker. Außerdem hat Wadephul mit seinen Vatikan-Gesprächspartnern auch das Thema Krieg in der Ukraine angeschnitten. „Sie wissen, Erzbischof Gallagher war gerade erst in Moskau, und ich habe auch vor einigen Tagen in New York mit dem russischen Außenminister (Lawrow) gesprochen.“

Aus der Sicht des deutschen Außenministers Wadephul gelte es, „immer weiter auf Dialog zu setzen“.

Sorge über Lebensmittelversorgung

Der Krieg in der Ukraine habe auch fatale Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung in Entwicklungsländern, so Johann Wadephul. „Wir dürfen eben nicht immer noch mehr Hunger, Not und Konflikt in der Welt riskieren, nur durch diesen schrecklichen Krieg Russlands gegen die Ukraine. Und deswegen nochmals ein klares Plädoyer dafür, dass zumindest für das Schwarze Meer jetzt ein Waffenstillstand, was diese zivilen Schiffstransporte angeht, erreicht wird.“

Am Freitagmorgen hatte der Minister auch die katholische Basisgemeinschaft Sant’Egidio besucht. Dabei sei ihm einmal mehr klargeworden, „welche Wirkung die segensreiche Arbeit von kirchlichen Organisationen für den Dialog und Frieden haben kann“. „Es ist wichtig, dass wir diese wohltätige Arbeit der Kirchen im Rahmen unserer humanitären Bemühungen und bei Konfliktmediation weiter unterstützen, um Konflikte zu begrenzen und auch durch Dialog zu lösen. Gerade im globalen Süden, wie in vielen Teilen Afrikas und Lateinamerikas, hat die katholische Kirche großen Einfluss und engagiert sich für Frieden und im Kampf gegen die Armut. Wir brauchen dazu jede helfende Hand, gerade von denjenigen, die das Vertrauen der Menschen genießen.“

vatican news – sk, 2. Oktober 2026

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen..

Dein Beitrag zu einer großen Mission: Unterstütze uns dabei, das Wort des Papstes in jedes Haus zu tragen

Themen

Deutschland
Vatikan
Frieden
Menschenrechte
Ukraine
Russland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Vatikan.va

Archiv

Empfehlung