Fahrzeuge für die Päpste: Mercedes-Benz blickt zurück auf lange Tradition

Quelle
An führende Verantwortliche von „Mercedes Benz“ – Aktivitäten-Kalender | Vatican.va
100 Jahre Papamobil: Historische Fahrzeuge im Vatikan
Papamobile : L’histoire du véhicule emblématique des déplacements du pape – YouTube

Von Ishmael Adibuah

Vatikanstadt – Freitag, 30. Oktober 2026

Der deutsche Autohersteller Mercedes-Benz feiert das – fast – 100-jährige Jubiläum der Produktion des Papamobils. Anlässlich dieses Jubiläums hielt Papst Leo XIV. am Mittwoch eine Privataudienz mit Führungskräften von Mercedes-Benz ab.

Am selben Tag wurde in den Vatikanischen Museen die Ausstellung „Ein Jahrhundert mit dem Papamobil“ eröffnet, in der das erste Papamobil, das Papst Pius XI. 1930 geschenkt wurde, sowie das Fahrzeug zu sehen sind, in dem Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 angeschossen wurde.

Entwicklung der Transportmittel für die Nachfolger Petri

In seiner Ansprache an Mercedes-Benz lobte der Papst das Unternehmen für seine langjährige Partnerschaft mit dem Vatikan und reflektierte darüber, wie sich die päpstlichen Transportmittel – von Petrus bis heute – weiterentwickelt haben.

„Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Papamobil von einem Transportmittel zu einem Instrument der Begegnung entwickelt, das es dem Papst ermöglicht, den Gläubigen bei Pastoralbesuchen und öffentlichen Feierlichkeiten näherzukommen“, sagte Leo. „Auf diese Weise hat Ihre Arbeit dazu beigetragen, die Mission der Kirche zu erleichtern, auf die Menschen zuzugehen und der Welt eine Botschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Nächstenliebe zu überbringen.“

Der Papst ermutigte die Vertreter von Mercedes-Benz zudem, ihre Innovationen auf eine nachhaltigere Welt auszurichten und ihre „technologische Innovation in den Dienst der Menschenwürde, der Bewahrung der Schöpfung und des Gemeinwohls zu stellen“.

Kutschen, die Sedia gestatoria und moderne Transportmittel

Die Transportmittel der Päpste haben sich seit dem späten Römischen Reich weiterentwickelt, als die Päpste auf der Sedia gestatoria getragen wurden – einem prunkvollen, zeremoniellen Thron, der bei Prozessionen und großen liturgischen Feiern von zwölf Dienern getragen wurde.

Ab dem späten 19. Jahrhundert entschieden sich die Päpste zunehmend für moderne Transportmittel; so nutzte der selige Pius IX. 1859 den ersten päpstlichen Zug. Der von Mercedes-Benz hergestellte „Nürburg 460 Pullman“, der Papst Pius XI. 1930 geschenkt wurde, war das erste offizielle Automobil, das für den Transport des Papstes verwendet wurde.

Der Begriff „Papamobil“ wurde erstmals verwendet, um einen speziell angefertigten Lincoln Continental für den Besuch des heiligen Paul VI. in den Vereinigten Staaten im Jahr 1965 zu beschreiben. Seit Papst Johannes Paul II. nutzen die Päpste das Papamobil, wobei Mercedes-Benz die nachfolgenden Modelle seit dem Attentat auf ihn im Jahr 1981 aus Sicherheitsgründen angepasst hat.

Pflicht, die Sicherheit des Papstes zu gewährleisten

Am Rande der Eröffnung der Ausstellung „Ein Jahrhundert mit dem Papamobil“ sprachen Führungskräfte von Mercedes-Benz mit EWTN News English und blickten auf die fast ein Jahrhundert währende Partnerschaft mit dem Vatikan zurück.

Marc Langenbrinck, Geschäftsführer von Mercedes-Benz Italien, bezeichnete die Partnerschaft als Privileg, insbesondere für ihn als Katholik: „[Dieser Tag] ist ganz einfach der schönste Tag meiner Karriere, weil ich katholisch bin und glaube, und für mich ist es so etwas wie ein Lebensprojekt.“

Marcus Breitschwerdt, Executive Vice President von Mercedes-Benz, erläuterte die im Papamobil umgesetzten Sicherheits- und Barrierefreiheitsmaßnahmen. „Nun, zunächst einmal muss ein Fahrzeug sicher und komfortabel fahren, aber auch im Hinblick auf Verkehrs- und Unfallrisiken sicher sein“, sagte er gegenüber EWTN News English. „Es muss unter Berücksichtigung der aktuellen, modernen Risiken, denen man in großen Menschenmengen ausgesetzt ist, sicher konzipiert und umgesetzt sein.“

„Deshalb gibt es gepanzerte Versionen; wir haben die Papamobile mit Sicherheitsglas, die sehr, sehr ausgeklügelt sind“, fügte Breitschwerdt hinzu.

In einer Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung sagte er außerdem, dass es keinem Mitarbeiter von Mercedes-Benz jemals gestattet sei, auf dem Papstsitz im Papamobil Platz zu nehmen: „Es gibt eine strenge Regel, dass niemand – nicht einmal die Mechaniker, die die Fahrzeuge warten, oder unser Vorstandsvorsitzender – auf dem Papstsitz sitzen darf.“

Übersetzt und redigiert aus dem Original von EWTN News English.

Tags:

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Katholische Nachrichten
Papst Leo XIV.

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