Papst Leo XIV. trifft Bedürftige zum Mittagessen in Castel Gandolfo

Papst Leo XIV. wird in Castel Gandolfo auch in diesem Jahr mit Bedürftigen zusammentreffen. Rund 200 Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen aus der Diözese Rom nehmen am Samstag, 11. Juli, an der Initiative “Mittagessen mit dem Papst” im “Borgo Laudato si'” in den Päpstlichen Gärten teil

Quelle
Castel Gandolfo soll Denkfabrik werden – Vatican News
Leo XIV.: Mittagessen mit Bedürftigen
Sommerresidenz: Papst lädt 200 Bedürftige nach Castel Gandolfo ein – religion.ORF.at
Castel Gandolfo (95)

Birgit Pottler – Vatikanstadt

Der Tag beginnt mit einer Messfeier “Für die Bewahrung der Schöpfung“. Danach werden die Gäste begrüßt, erhalten eine kleine Stärkung und eine Führung durch die Anlage des “Borgo Laudato si'”. Höhepunkt der Begegnung ist das gemeinsame Mittagessen mit Papst Leo XIV.

Ein jährliches Treffen

Die Initiative knüpft an den 17. August 2025 an. Damals hatte der Papst mit Menschen in Armut aus der Diözese Albano zu Mittag gegessen. Aus dieser Erfahrung heraus ist nun ein jährliches Treffen entstanden, das vom “Zentrum für höhere Bildung Laudato si'” gefördert wird. Jedes Jahr soll eine andere Diözese Menschen einladen, die in Armut leben, geflüchtet oder migriert sind oder in anderen schwierigen Lebenslagen stehen.

In diesem Jahr arbeiten das “Zentrum für höhere Bildung Laudato si'”, das Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe und die Diözese Rom zusammen. Beteiligt sind zahlreiche kirchliche und soziale Einrichtungen, die Menschen in der italienischen Hauptstadt begleiten.

Sorge um Schöpfung und Mensch

“Der Borgo Laudato si’ ist entstanden, um zu zeigen, dass die Sorge um die Schöpfung und die Sorge um den Menschen eine einzige Mission sind”, erklärte Kardinal Fabio Baggio, Generaldirektor der Hochschule. “Nach Lampedusa steht dieser Tag für eine neue Etappe auf dem Weg von Papst Leo XIV. zu den sozialen Peripherien unserer Zeit.” Im Borgo Laudato si’ begegne der Papst Menschen in schwierigen Lebenssituationen und bekräftige damit, dass die Kirche dorthin gerufen sei, “wo die menschliche Würde Gehör, Nähe und Hoffnung braucht”.

“Im Herzen Gottes steht niemand am Rand”

Erzbischof Luis Marín de San Martín, Präfekt des Dikasteriums für den Dienst der Nächstenliebe, betonte: “Die Entscheidung des Heiligen Vaters bestätigt, dass die Nächstenliebe in Nähe, Begegnung und Teilen besteht”, erklärte er. Wenn die Kirche die verletzlichsten Menschen in den Mittelpunkt stelle, mache sie das Evangelium sichtbar und bezeuge, “dass niemand im Herzen Gottes am Rand steht”. Wenn die Kirche die verletzlichsten Menschen in den Mittelpunkt stelle, mache sie das Evangelium sichtbar und bezeuge, “dass niemand im Herzen Gottes am Rand steht”.

Niemand am Rand

Die “Protagonisten dieses Tages” sollten die Menschen sein, die täglich von den Pfarreien, der Caritas und den verschiedenen Diensten der Diözese Rom begleitet werden, so Kardinal Baldassare Reina, Generalvikar des Papstes für die Diözese Rom. Die Begegnung mit dem Papst gebe jenen eine zentrale Rolle zurück, “die allzu oft am Rand bleiben, und erinnert die ganze christliche Gemeinschaft an die Verantwortung zur Aufnahme.”

Mit der Initiative will das Mustergut “Borgo Laudato si’”, zeigen, wie Bildung, integrale Ökologie und menschliche Förderung konkret werden können, heißt es in der Mitteilung: in Begegnung, Teilhabe und gemeinsamem Glauben.

vatican news/pm – bp, 7. Juli 2026

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