Vatikan/Ukraine: Fruchtbarer Austausch *UPDATE

Die katholischen Bischöfe der ukrainischen Ostkirche haben mit dem Papst an diesem Mittwoch über die Lage in dem Kriegsland gesprochen. “In unserem Gespräch mit dem Heiligen Vater haben wir all das zum Ausdruck gebracht, was unsere Gläubigen in der Ukraine und in der ganzen Welt uns anvertraut haben, um es ihm zu übermitteln.” Das teilte das Oberhaupt der mit Rom unierten Kirche, der Kyiver Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, im Anschluss mit

Quelle
Wiener Ostkirchen-Beauftragter: Große Solidarität mit Ukrainern – Vatican News
Vatikan: Humanitäre Hilfe aus Korea in die Ukraine – Vatican News
Papst: Stehe an der Seite des ukrainischen Volkes | Die Tagespost (die-tagespost.de)
Spirituelle Stärkung für Geflüchtete aus der Ukraine | Bistum Regensburg (bistum-regensburg.de)
Kiewer Großerzbischof an Westen: “Gebt die Ukraine nicht auf!” (erzdioezese-wien.at)
*Ukrainische Kirche bei Papstaudienz: Einige Äußerungen von Franziskus waren “schmerzhaft” (catholicnewsagency.com)
Von Russen verschleppt – Papst erhielt Gebetbuch von vermissten ukrainischen Ordensleuten

Angesichts der “wiederholten und bedeutsamen Gesten” des Papstes sei es unfair, “an seiner Zuneigung zum ukrainischen Volk und an seinen nicht immer verstandenen und geschätzten Bemühungen zu zweifeln, der anhaltenden Tragödie ein Ende zu setzen und durch Verhandlungen einen gerechten und stabilen Frieden zu sichern”. Das hatte am Dienstag Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin den ukrainischen Bischöfen gesagt. Damit ging er auf die jüngste Kritik gegen Papst ein, die ihm eine zu “Russland-freundliche Haltung” im Aggressionskrieg vorwarf.

Papst bekräftigt Solidarität mit Ukraine

Die ukrainischen Bischöfe haben dem Papst beim Gespräch an diesem Mittwoch gesagt, dass bestimmte Äußerungen und Gesten “des Heiligen Stuhls und Eurer Heiligkeit” für das ukrainische Volk, “das im Kampf um seine Würde und Unabhängigkeit blutet, schmerzhaft und schwer zu verstehen sind”. Die Missverständnisse, die seit Beginn des Krieges zwischen der Ukraine und dem Vatikan entstanden seien, so die ukrainischen Bischöfe, würden von der russischen Propaganda benutzt, “um die mörderische Ideologie der Russischen Welt (Russki Mir) zu rechtfertigen und zu unterstützen, so dass die Gläubigen unserer Kirche bei jedem Wort Eurer Heiligkeit als universelle Stimme der Wahrheit und Gerechtigkeit empfindlich sind”.

Der Papst habe anerkannt, dass es “ein besonderer Schmerz des ukrainischen Volkes” sei, wenn sie nicht wüssten, was der Papst genau denke. Er habe deshalb explizit seine Solidarität mit den ukrainischen Gläubigen und seine ständige Nähe im Gebet versichert. Er sei an der Seite des ukrainischen Volkes. “Als besondere Geste und Symbol der Verbundenheit mit dem ukrainischen Volk brachte Papst Franziskus eine Marienikone mit, die er den Bischöfen der Ukraine zeigte”, teilte Schewtschuk im Anschluss mit. Es handelt sich um eine von Schwetschuk geschenkte Ikone, als dieser ein junger Bischof in Argentinien und der heutige Papst Erzbischof von Buenos Aires war. Der Papst bete jeden Tag vor dieser Ikone für die Ukraine.

pm/vatican news – mg, 6. September 2023

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