Erfolgreich sein – die “Josef-Strategie”

Die Aufgabe des Ziehvaters Jesu “wird Gott nicht irgendjemandem anvertraut haben”

Quelle – Rezension
Erfolgreich mit der Josef-Strategie, was heisst das? – Bestellung
Hl. Josef Schutzpatron
P. Paulus-Maria Tautz CFR – Ein Franziskaner der Erneuerung aus dem Osten Deutschlands

Von Hans Jakob Bürger, 31. Juli 2021

Die Aufgabe des Ziehvaters Jesu “wird Gott nicht irgendjemandem anvertraut haben”. Im Gegenteil: es braucht einen gestanden Mann, der Jesus in seinem irdischen Leben als Sohn Gottes zur Seite steht. Josef wurde berufen, denn er hatte besondere Qualitäten, um eine “einzigartige Berufung erfüllen zu können”.

Ein spritziges, ehrliches Buch über den heiligen Josef hat in diesem Josefsjahr Pater Paulus Maria Tautz veröffentlicht. Es trägt den Titel: “Erfolgreich mit der Josef-Strategie”. Damit trifft er nicht nur den Nerv der Zeit sondern auch den junger Menschen. Erfolg im Leben haben ist für viele eine lohnenswerte Vorstellung. Welcher Erfolg mit der Josef-Strategie erzielt werden kann, das beschreibt dieses Buch, das mit ungewohnten, witzigen Illustrationen ausgestattet ist. 

Der Autors, der zur Gemeinschaft der “Franciscan Friars of the Renewal” in New York (Franziskaner der Erneuerung) gehört, ist ein Missionar, der sich nicht scheut, in sozialen Brennpunkten und heisse Eisen anzupacken.

Auch die Texte seines Buches beschäftigen sich mit Themen, die in der Kirche vielfach nicht mehr bekannt sind. In 33 Kapiteln, die an die Lebenszeit Jesu auf Erden erinnern, legt er Gedanken für vielfältige Lebenslagen den Menschen vor. Immer sind sie inspiriert vom heiligen Josef. Und weil in der Heiligen Schrift fast nichts über ihn zu finden ist, stöbert Pater Paulus Maria Tautz in den geistlichen Archiven der katholischen Tradition, seines Lebens und seines Herzens. Er will dem Menschen den heiligen Josef nahebringen und ihnen zeigen, wie sie mit ihm durch ihr Leben gehen können. Am Ende der Kapitel sind jeweils fünf Fragen oder kleine Aufgaben formuliert, die dazu anregen möchten, den gelesenen Text mitzunehmen ins eigene Leben. Doch zuletzt möchte Pater Paulus Maria die Menschen missionieren, sie dazu bringen, dass sie Jesus, den Sohn Gottes, als ihren “Kompass” betrachten.

Natürlich sind die vorliegenden Texte für Männer und Frauen, für jung und alt geschrieben. Aber Josef war ein Mann, und so ist es nicht verwunderlich, dass dem Mann ein eigenes Kapitel vorbehalten ist: “Männer müssen arbeiten”, heisst es. Nicht neu ist die Tatsache, dass es Männer sind, die “immer noch in den gefährlichsten und schwersten Berufen” arbeiten; dort, wo Lebensgefahr besteht oder häufig Berufsunfälle passieren. Männer definieren sich über Kraft und Beruf. Der Mann ist ein Arbeiter, der in der Arbeit einen Sinn sieht und mit seinem erarbeiteten Lohn seine Familie ernährt. Sehen das auch die “modernen” Männer so? Und die Frauen, die gleichberechtigt sein wollen?

Josef zumindest war ein richtiger Arbeiter. Er war ein Handwerker und solche Männer kommen überall zurecht. Diesen Arbeiter, keinen Gelehrten, keinen Hochgestellten, sondern Josef, den Zimmermann hat Gott auserwählt, dass er seinen Sohn erziehe und ihm beistehe. Körperliche Arbeit war Sklavenarbeit. Jesus lernt von seinem Vater den Dienst, den Sklavendienst. Josef gibt die Männlichkeit an seinen Sohn weiter. Jesus wird seinen Jüngern Männlichkeit beibringen.

Der heilige Josef ist also nicht, wie auch nicht der heilige Antonius von Padua,  für einfältige, frömmelnde Menschen, die weltfremd eine Gipsfigur verehren. Nein, der heilige Josef ist ein Praktiker, ein tatkräftiger Mann. Er war in der Zeit seines Lebens arbeitsam und doch arm. Darum ist er durch die Jahrhunderte gerade in den Klöstern verehrt und um Hilfe angerufen worden, wenn es hinten und vorne nicht gereicht hat. Der heilige Josef ist bis heute ein wirklicher Nothelfer. In aussichtslosen Lagen wende man sich an ihn. 

Ist es nun etwa verwunderlich, dass ein Sohn des heiligen Franziskus, ein Buch über den heiligen Josef herausgibt, das nichts kostet; keinen Cent? Keineswegs. Wer das Buch bestellt bekommt es ohne Rechnung zugeschickt. Es wird aber um eine Spende gebeten. Wem sollte es nicht möglich sein? Doch vor allem verlangt das Buch persönlichen Einsatz.

“Möge der erste Beschützer Jesu Christi, des mystischen Leibes, die Kirche, uns alle segnen, begleiten und in jeder Hinsicht beschützen!”

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