Österreich: Kirchliche Bibliotheken brauchen Aufmerksamkeit

Die kirchlichen Bibliotheken in Österreich (und darüber hinaus) wollen ihre „Schätze“ und ihr Angebot künftig stärker professionell medial vermitteln

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Die kirchlichen Bibliotheken in Österreich (und darüber hinaus) wollen ihre „Schätze“ und ihr Angebot künftig stärker professionell medial vermitteln. Das war eines der Ergebnisse der diesjährigen Jahrestagung kirchlicher Bibliotheken, die am Dienstag im oberösterreichischen Stift Schlierbach zu Ende gegangen ist.

Helga Penz vom Referat der Kulturgüter der heimischen Ordensgemeinschaften sah in den kirchlichen Bibliotheken einen „besonderen Schatz für die Gesellschaft und Kirche“. Mehr öffentliche Aufmerksamkeit sei angebracht. Freilich: Auch im internen Bereich werde den Bibliotheken oft mit zu wenig Wertschätzung begegnet, räumte Penz ein: „Manche Bibliothekarinnen und Bibliothekare arbeiten unter der Wahrnehmungsschwelle ihrer Verantwortlichen.“

In diese Kerbe schlug auch Ingo Glückler von der Diözesan- und Universitätsbibliothek der Katholischen Privatuniversität Linz: „Es braucht für eine gute Arbeit einen grösseren öffentlich-medialen Resonanzraum.“ Es werde deshalb in Zukunft noch mehr darum gehen, den öffentlichen Nutzen anhand von praktischen Beispielen darzustellen und über Medien zu erzählen. „Wir stellen fest, dass gerade den kirchlichen Bibliotheken von der öffentlichen Hand kein strukturiertes Interesse entgegenkommt“, kritisierte Glückler.

Deshalb würden die Verantwortlichen nun ihre Bibliotheken und Projekte auf “Medientauglichkeit” untersuchen, um gezielt die Leistungen und den Nutzen sichtbar zu machen. Bei all dem brauche es zugleich auch mehr Kooperation und Vernetzung unter den kirchlichen Bibliotheken, hiess es.

kap – mg

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