Digitalisierung von kirchlichem Archivgut
…Und dessen Verwendung
Digitalisierung ist ein Trend unserer Gegenwart, dem sich auch ein kirchliches Archiv weder verschliessen kann noch soll. Präsentationen von Schriftgut im Internet erleichtern den Zugang zu diesem wichtigen kirchlichen Kulturangebot und können dazu beitragen, historisch Interessierte bequem an alte Quellen heranzuführen. Überdies ist die digitale Bereitstellung von Archivgut eine zeitgemässe Methode, der Pflicht zu dessen dauerhafter Erhaltung durch Schonung besonders nachgefragter Originale zu entsprechen. Allerdings begründen die neuen technischen Methoden der Digitalisierung keineswegs einen Anspruch auf digitale Bereitstellung von Dokumenten.
Voranzeige
Eröffnung des “Jahr des Glaubens” im Bistum Chur
Sonntag, 11. November 2012 in der Kathedrale in Chur
Papst Benedikt XVI. hat mit dem Apostolischen Schreiben “Porta fidei” ein Jahr des Glaubens ausgerufen. Dieses Glaubensjahr beginnt zusammen mit dem 50-Jahr-Jubiläum des II. Vatikanischen Konzils am 11. Oktober 2012. Die Kongregation für die Glaubenslehre hat in einer Note mit pastoralen Hinweisen verschiedene Aktivitäten innerhalb des Glaubensjahres angeregt. Auf der Ebene der Diözese wird empfohlen, das Glaubensjahr formell mit einem Gottesdienst zu beginnen. Deshalb lädt Bischof Vitus Huonder alle Priester, Diakone, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pastoral sowie die Gläubigen auf den Sonntag, 11. November 2012, in die Kathedrale Chur ein zur Eröffnung des Glaubensjahrs. Weiterlesen
Christus, Apostel und Realität sprechen anders
(Zum Leserbrief von Urs-Peter Blaser im “Boten)
Da Sie mit verschiedenen Punkten der katholischen Kirche Ihre Mühe haben, muss jetzt ungerechterweise Bischof Huonder herhalten. Vertiefen Sie sich doch ins Neue Testament, auch in den Hirtenbrief, der nämlich auf die zu lange verschwiegenen (weil unangenehmen) Probleme der Vorbereitung der Eheschliessung, der Treue oder der Wiederverheiratung sehr behutsam eingeht, “damit das Leben für alle besser gelingen kann”.
Sie sprechen von Nicht-Legitimierung des Bischofs, während Sie selber unfehlbar legitimiert diesem eins auswischen. Sie werfen ihm völlig unverhältnismässig Diskriminierung vor, während Sie die Lebensform von allen Priestern diskriminieren und in Verbindung bringen mit Missbrauch. Obwohl heute eigentlich alle wissen müssten, dass gerade in den Familien der x-fache Missbrauch stattfindet.
Repräsentanz der katholischen Kirche in unserem Lande?
Woher kommt 2012 ein solcher Glaube?
“Krug geht zum Brunnen bis er bricht”
(Zum Hirtenbrief von Bischof Vitus Huonder), Bote, März 2012
Ebenso gut könnte man sagen: “Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet,” Nur, dies scheint Vitus Huonder, seines Zeichens Bischof von Chur, noch nicht so richtig begriffen zu haben. Seine Eskapade zur Fasnacht vor gut einem Jahr konnte man noch als Intoleranz und Kleingeist abtun. Das, was er aber jetzt in Umlauf bringt, ist in keiner Art und Weise mehr akzeptabel. Warum?
Ich spreche Vitus Huonder jegliche Kompetenz ab, über Scheidung und deren Konsequenzen ein materielles Urteil abzugeben und schon gar nicht diesbezügliche Sanktionen auszusprechen.
Spalten statt versöhnen
forum 7/2012: Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zürich
In seinem “Hirtenbrief” tritt der Bischof von Chur nicht als katholischer Hirte auf, der seine bunt-gescheckte Herde zusammenzuhalten versucht, sondern als spaltender Fundamentalist, der die Spreu vom Weizen trennen will.
Der Stein des Anstosses ist nicht die Unauflöslichkeit der Ehe. Auch gescheiterte Beziehungen werden lebenslang ihre Spuren hinterlassen: psychisch, sozial, finanziell. Wer Beziehungen aus seiner Biografie zu tilgen versucht, wird stets mehr verlieren als gewinnen. So gesehen ist die Unauflöslichkeit der Ehe ein Faktum. Und sie ist nach wie vor die grosse Sehnsucht aller Liebenden, weil die Natur des Menschen auf Beständigkeit ausgerichtet ist.
Keine Hartherzigkeit der Kirche
Weihbischof Eleganti: Wie kein anderes Sakrament ist Ehe biblisch begründet
“Wir müssen in der Pastoral Wege finden, um noch viel mehr dafür zu tun, dass Ehe auch gelingen kann”, schreibt der Churer Weihbischof Marian Eleganti in der aktuellen Ausgabe der Schweizerischen Kirchenzeitung. Die Pfarreien sollten Orte sein, die die Ehen als Kirchen im Kleinen stützen und fördern. Wie kein anderes Sakrament sei gerade die Ehe biblisch begründet.
Im Alten wie im Neuen Testament werde das Bild der Ehe herangezogen, um das besondere Verhältnis zwischen Gott und seinem Volk, zwischen Christus und seiner Kirche herauszustellen, schreibt Eleganti. “Jesus wollte mit seinem Scheidungsverbot die ursprüngliche, durch die Sünde verletzte Schöpfungsordnung wiederherstellen, so dass Mann und Frau in ihrer gegenseitigen Verwiesenheit und Zugewandtheit Abbild Gottes sind und als Ehepaar Partner Gottes, in deren Bund Er als Dritter eingeht und von innen ihren Bund mitträgt.” Weiterlesen
Die christliche Familie hat Zukunft
Ermutigung durch Papst Benedikt XVI.
Papst ermuntert amerikanische Bischöfe, die katholische Lehre von Ehe und Familie offensiver zu vertreten. Von Guido Horst
Rom, Die Tagespost, 12.03.2012
Zum Abschluss der “ad limina”-Besuche der Bischöfe der Vereinigten Staaten, die in den vergangenen Wochen in mehreren Gruppen in den Vatikan gekommen waren, hat Benedikt XVI. am vergangenen Freitag Fragen der christlichen Ehe und Familie sowie der Sexualmoral angesprochen. Der Papst sprach vor der letzten Gruppe des Episkopats, nachdem sich mehrere amerikanische Bischöfe besorgt über die Beschränkung der Religionsfreiheit in ihrer Heimat geäussert hatten, die zwar noch kultische Freiräume garantiere, es aber immer schwerer mache, im öffentlichen Leben nach den eigenen Moralvorstellungen zu handeln (DT vom 10. März). So ging dann auch der Papst auf die “Sorge über die Freiheit des Gewissens und der Religion” ein, sodass alle Männer und Frauen des Glaubens, und auch die Institutionen, die sie inspirierten, in Übereinstimmung mit ihren tiefsten moralischen Überzeugungen handeln könnten.




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