50. Todestag von Bischof Christianus Caminada
Zum 50. Todestag von Bischof Christianus Caminada, 18. Januar 2012
In die Amtszeit von Bischof Caminada fiel im Jahr 1947 die Heiligsprechung von Bruder Klaus und die 1500-Jahr-Feier des Bistums Chur (1950).
Bischof Caminada war neben seiner bischöflichen Tätigkeit ein in Fachkreisen anerkannter Volkskundler und Kunsthistoriker. Noch heute greifbar und lesenswert ist sein Werk *”Die verzauberten Täler. Kulte und Bräuche im alten Rätien” (Olten 1961; Neuauflage Desertina 2006).
Christianus Caminada wurde am 6. Januar 1876 in Vrin (Lugnez) geboren. Nach seiner Priesterweihe am 22. Juli 1900 wirkte er als Pfarrer in
Benedikt XVI. ernennt Martin Grichting zum Ehrenprälaten
Communiqué Bistum Chur
Der Generalvikar des Bistums Chur, Martin Grichting, ist zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt worden. Die Ernennungsurkunde von Papst Benedikt XVI. wurde ihm von Bischof Vitus Huonder am Sonntag, 15. Januar, in der Churer Kathedrale überreicht.
Martin Grichting studierte Theologie und Kirchenrecht in Fulda, München sowie Rom. Seit 1992 Priester, promovierte er 1997 an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz mit der Arbeit “Kirche oder Kirchenwesen? – Zur Problematik des Verhältnisses von Kirche und Staat in der Schweiz”. 2006 habilitierte er sich im Fach Kirchenrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit der Schrift “Das Verfügungsrecht über das Kirchenvermögen auf den Ebenen von Diözese und Pfarrei”. Seither hält er Gastvorlesungen an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz in Rom.
Die Mitte des Zweiten Vatikanischen Konzils
Nicht Reformer, sondern Heilige
Der Humanist Erasmus von Rotterdam *1465 oder 1469 in Rotterdam, † 1536 in Basel) hat in seinem satirischen Werk “Das Lob der Torheit” (Laus stultitiae) die kirchlichen Zustände seiner Zeit aufs Korn genommen. Zur damals gelebten Frömmigkeit und zum Streben nach Vollkommenheit bemerkte er: “Ebenso wie die weltlichen Fürsten einige Herrscherpflichten ihren Stellvertretern übertragen und wie dieser Stellvertreter wieder seinen Stellvertreter damit beauftragt, so überlassen sie aus Bescheidenheit die Aufgaben der Andacht dem einfachen Volk. Das Volk reicht diese Pflicht an jene weiter, die ‹Kirchenmänner› genannt werden, gleichsam als hätte es selbst nicht das Geringste mit der Kirche zu schaffen und sei völlig vergeblich getauft worden. Die Priester wiederum, die sich ‹weltliche› nennen, als wären sie der Welt, nicht Christus geweiht, überlassen diese Last den Ordensgeistlichen, diese den Mönchen, die freieren Mönche den strengeren, alle zusammen schliesslich den Bettelmönchen. Die Bettelmönche aber reichen den Ball an die Karthäuser weiter, bei denen alle Frömmigkeit wie im Grabe verborgen ist, so gut verborgen, dass sie fast niemals sichtbar wird.”
Bischof Huonder für Glaubensfreiheit
Gedenkgottesdienst für den Gründer von Kirche in Not mit Bischof Vitus Huonder
In der Jesuitenkirche Luzern findet am Sonntag, 22. Januar 2012, um 10.00 Uhr ein Gedenkgottesdienst für den 2003 verstorbenen Pater Werenfried van Straaten statt, der das katholische Hilfswerk Kirche in Not 1947 gegründet hat. Hauptzelebrant der Messe ist der Churer Bischof Vitus Huonder.
Für Pater Werenfried van Straaten war klar, sich mit seinem Hilfswerk für die Schwachen und Benachteiligten einzusetzen: “Wir wollen keine Hasser oder Aufrührer, sondern Samariter sein. Und das Urteil über jene, die mit Gottes Zulassung die Not verursachen oder nicht verhindern, überlassen wir der Barmherzigkeit Gottes. Die Not aber wollen wir lindern.”
Keine Erziehung durch den Staat: Communiqué
Unterscheidung Wissensvermittlung, gesundheitliche Prävention und Sexualerziehung
Der Bischof von Chur begrüsst eine klare Unterscheidung zwischen Wissensvermittlung, gesundheitlicher Prävention und Sexualerziehung.
Am 10. Dezember 2011 veröffentlichte Bischof Vitus Huonder sein Hirtenwort zum Menschenrechtstag “Sexualerziehung staatlich verordnet”. Seither erreichten ihn aus der Schweiz und aus dem Ausland über hundert Rückmeldungen betroffener Eltern und Christen. Diesen möchte der Bischof für ihre Solidarität danken und sie weiter unterstützen.
Die Deutschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) veröffentlichte am 23. September 2011 ein Grundsatzpapier.
“Ein Bischof braucht gute Nerven”
Interview mit Bischof Vitus Huonder
Weltwoche, Peter Keller, 22.12.2011
Herr Huonder, sie sind der umstrittenste Bischof der Schweiz. Sie provozieren wegen Ihrer harten Haltung in der Abtreibunsfrage oder zur Homosexualität. Haben sie insgeheim Freude an Ihrer Rolle?
“Umstritten” kommt von Streit. In den vergangenen Jahren hat man das Wort “Streitkultur” geprägt. Streit als Teil unseres Lebens. Das belebt und bereichert, führt schliesslich zur Wahrheit. So gesehen, bin ich ein Bischof für diese Zeit der Streitkultur.
Was treibt Sie an?
Nicht alle Wege führen nach Rom
Glaubensgemeinschaften auf dem “Internationalen Markt der Religionen”
Weihbischof Marian Eleganti aus der Schweiz sprach in Heiligenkreuz über die Mission – Glaubensgemeinschaften auf dem “internationalen Markt der Religionen”
Heiligenkreuz, 13. Dezember 2011, ein kath.net-Bericht von Marcel Urban
Am 12. Dezember 2011 besuchte Marian Eleganti, Weihbischof in Chur und Regens des Priesterseminars St. Luzi, das Leopoldinum und die Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz. Aufgrund der Bischofssynode 2012 in Rom hielt er in der Hochschule einen Vortrag zum Thema “Mission heute?”, an dem zahlreiche Studenten, aber auch Professoren und Abt Maximilian Heim OCist teilnahmen.


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